Blanco als Ersatz

Wirbel um Heino-Auftritt: FPÖ droht der BILD mit Klage

ABD0007_20181212 - HAMBURG - DEUTSCHLAND: ARCHIV - 16.11.2018, Hamburg: Der Musiker Heino (bürgerlich Heinz Georg Kramm) blickt am Rande eines Interviews mit der Deutschen Presse-Agentur in die Kamera. Pechschwarze Sonnenbrille, blondes Haar: Glaubt man den Umfragen, dann kennen 98 Prozent der Deutschen Heino. Am 13. Dezember wird der Schlagerstar und Volksmusik-Interpret 80. (zu dpa 'Heino wird 80: Vom Konditor zum Volksmusiker und Deutschrocker' vom 12.12.2018) Foto: Daniel Reinhardt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++. - FOTO: APA/dpa/Daniel Reinhardt
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Am vergangenen Samstag feierte die FPÖ am Stephansplatz mit einem Volksfest ihr 70-jähriges Jubiläum. Dabei wollte die rechtspopulistische Partei als Stargast Heino (87) engagieren. Er sagte angeblich ab. Nun meldet sich die FPÖ zu dieser Meldung.
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Die FPÖ wollte für ihre große Feier am Stephansplatz Heino als ihren Stargast haben. Dafür soll die Partei dem Kultsänger rund 100.000 Euro angeboten haben. Der habe aber das Angebot laut einem Bericht der BILD-Zeitung abgelehnt.

Heino wird in "BILD" so zitiert: "Ich möchte nicht für die FPÖ auftreten, generell für Parteien nicht. Weil ich mich von keiner politischen Kraft vor ihren Wagen spannen lassen will. Allerdings sind mir in meinem Publikum alle Menschen willkommen, egal, wen sie wählen."

Blanco als Ersatz

Als Ersatz holte die FPÖ dann Schlagerstar Roberto Blanco (89). Unter dem Partei-Banner sang der 89-Jährige seinen Hit "Ein bisschen Spaß muss sein". Laut "BILD" erhielt Blanco eine weitaus niedrigere Gage.

Heinos Manager Helmut Werner wird ebenfalls zitiert: "Wenn Heino diesen Auftritt für die FPÖ gemacht hätte, wäre der Aufschrei groß gewesen. Wenn dagegen andere Kollegen für die FPÖ singen, interessiert das praktisch niemanden. Bei Heino geht man schon im Vorfeld davon aus, dass er politisch nur rechts sein kann, was er definitiv nicht ist."

FPÖ widerspricht und droht mit Klage

Die FPÖ widerspricht dem "BILD"-Artikel, der Bericht sei "schlichtweg falsch" . Die FPÖ habe mit vielen Künstlern oder deren Management verhandelt, auch mit dem Management von Heino. Die rechtspopulistische Partei schreibt: "Dieser hat daraufhin der FPÖ ein Angebot unterbreitet. Diesem Angebot ist die FPÖ aufgrund des überzogenen und absurden Preises jedoch nicht nähergetreten und hat auch den Kontakt zu Helmut Werner nicht weiterverfolgt." Die Partei betont, dass sie dem Sänger abgesagt haben und nicht umgekehrt. Und: BILD wird mit einer Klage gedroht. "Wenn die deutsche "BILD"-Zeitung die Falsch-Behauptung weiterhin verbreitet bzw. andere Medien diese Behauptung ihrerseits weiterverbreiten, wird die FPÖ entsprechende rechtliche Schritte einleiten", heißt es von der FPÖ.

Heino-Manager bleibt bei seiner Darstellung

Doch Heino-Manager Helmut Werner bleibt gegenüber oe24 bei seiner Darstellung. Es habe zwei Telefonate mit FPÖ-Geschäftsführer Joachim Stampfer gegeben - und er, Werner, habe sofort klargestellt, dass Heino nicht für die FPÖ auftreten werde. Und: Der Musik-Manager droht seinerseits mit rechtlichen Schritten, sollte die FPÖ weiter etwas anderes behaupten.

Warum die Sache so eskaliert ist? "Sie sind einfach schlechte Verlierer", glaubt Werner.

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