Regierung

Deepfake-Vorwurf: Babler lässt jetzt FPÖ abblitzen

Ein Mann im Anzug spricht auf einer Pressekonferenz vor SPÖ-Hintergrund mit Mikrofon.
© APA/HELMUT FOHRINGER
SPÖ-Vizekanzler versichert hochoffiziell dem Parlament: Englisch-Video wurde nicht mit der KI aufgemotzt
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Die Englischkenntnisse von Vizekanzler Andreas Babler beschäftigen das Parlament. Der  FPÖ-Abgeordnete Wendelin Mölzer hat keinen Arbeitsaufwand gescheut, mit Hilfe einer 24-teiligen (!) parlamentarischen Anfragebeantwortung herauszufinden, ob in einem in Englisch aufgenommenen Video Bablers mit Hilfe einer KI nachgeholfen worden war.

oe24-Leserinnen und Leser kennen die Story: Babler hatte im April ein Video in Englisch aufgenommen - User "Lukas" hatte auf X (Twitter) den Einsatz einer KI behauptet, musste den Tweet allerdings nach einem entschiedenen Dementi Bablers garniert mit einer Klagsdrohung löschen.

Mölzer war trotzdem nicht zu bremsen, es bestehe, so der Kärntner in der Anfragebegründung, "öffentliches Interesse daran zu erfahren, wer dieses Video produziert hat, ob externe Agenturen, Kommunikationsberater oder sonstige Dienstleister eingebunden waren und ob dafür öffentliche Mittel verwendet wurden".

Partei hat das Video bezahlt

Nun, letztere Frage kann mit einem klaren "Jein" beantwortet werden: In seiner Anfragebeantwortung betonte Babler, dass "das  Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) war in die Produktion nicht eingebunden und es sind somit auch keine Kosten im Sinne der Fragestellung erwachsen, daher fallen die Fragen nicht in den Zuständigkeitsbereich des Ressorts", ließ Babler den FPÖler gleich einmal abblitzen.

Soll heißen: Babler ließ das Video nicht von seinem Ministerium bezahlen - sondern von der Partei. Da sich auch die SPÖ großteils aus Parteienförderung finanziert, ist also der Einsatz von Steuergeld beim X-Account des SPÖ-Chefs  naheliegend. Trotzdem: Vom parlamentarischen Fragerecht - und das war wohl auch Mölzer klar - ist derlei nicht erfasst.

Trotzdem stellt Babler auch gegenüber dem Parlament klar: "Ergänzend darf festgehalten werden, dass beim genannten Video lediglich eine technische Tonbearbeitung zur Reduktion von Hall vorgenommen wurde und ich in keiner meiner Funktionen Videos erstellt habe, in denen mein Bild oder meine Stimme mittels künstlicher Intelligenz manipuliert wurde."

Tatsächlich hatte Babler schon am 20. April einen KI-Einsatz in dem Video auf oe24 ausgeschlossen.

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