Bye, Benutzername!
Warum viele Spotify-Nutzer bald aus ihren Konten fliegen könnten
Der schwedische Streaming-Dienst Spotify plant eine Umstellung beim Anmeldevorgang, die von vielen Musikfans zunächst unbemerkt bleiben dürfte. Dennoch kann die Änderung zu massiven Problemen führen, wenn die hinterlegten Kontodaten veraltet sind. Wer seinen Spotify-Account schon seit Jahren nutzt, sollte in den kommenden Wochen genauer hinschauen. Auch für die zahlreichen Spotify-Nutzer in Österreich wird der Blick in die Kontoeinstellungen jetzt zur Pflicht.
Das ändert sich beim Log-in
Ab dem 1. September wird die Anmeldung mit dem klassischen Benutzernamen nicht mehr möglich sein. Dies geht aus einer offiziellen Support-Seite von Spotify hervor. Stattdessen müssen User für den Log-in zwingend ihre E-Mail-Adresse verwenden. Alternativ bleibt die Anmeldung über andere verknüpfte Methoden wie Apple, Google, Facebook oder per Telefonnummer möglich – vorausgesetzt, diese wurden vorab im Konto eingerichtet. Die gute Nachricht für alle Musikfans: Gespeicherte Songs, Alben, Playlists und sonstige Kontoinhalte bleiben von der technischen Umstellung komplett unberührt. Handeln müssen vor allem jene Personen, die sich bis heute standardmäßig mit ihrem Benutzernamen einloggen. Wer ohnehin schon immer seine E-Mail-Adresse eingibt, kann sich entspannt zurücklehnen.
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Benutzername ist nicht der Anzeigename
Wichtig für das Verständnis ist die genaue Unterscheidung zwischen dem Benutzernamen und dem sogenannten Anzeigenamen. Der Benutzername dient Spotify einzig zur internen Identifikation des Kontos und ist für andere Personen in der App meist unsichtbar. Öffentlich angezeigt wird stattdessen der Anzeigename – etwa im eigenen Profil oder bei geteilten Playlists. Diesen Namen können Nutzer zwar jederzeit frei ändern, für den Log-in lässt er sich allerdings nicht verwenden. Spotify löscht durch die Neuerung weder die bestehenden Benutzernamen noch die Anzeigenamen der Profile, sondern stellt lediglich die Anmeldefunktion per Benutzername ein.
So klappt die Mail-Aktualisierung
Nutzer, die ihr Konto bisher ausschließlich über Drittanbieter-Log-ins eingerichtet haben, sollten nachträglich eine aktuelle E-Mail-Adresse in den Einstellungen hinterlegen. Der Vorgang ist in wenigen Schritten erledigt:
- Im Menü unter „Konto“ die Option „Persönliche Informationen bearbeiten“ auswählen.
- An dieser Stelle lässt sich direkt überprüfen, ob die eingetragene E-Mail-Adresse noch korrekt und aktiv ist.
- Nach einer eventuellen Änderung der Daten muss zwingend auf „Profil speichern“ geklickt werden.
Sollte noch gar keine E-Mail-Adresse mit dem Account verknüpft sein, lässt sich dies auf der Seite für die Anmeldemethoden nachholen. Hierzu wählt man den Punkt "Anmeldemethoden bearbeiten" und klickt neben der gewünschten Option auf "Hinzufügen". Der Streaming-Dienst rät seinen Kunden, diese Überprüfung lieber früher als später durchzuführen.
Gefahr bei uralten Konten
Besonders bei Accounts, die schon seit vielen Jahren existieren, besteht akuter Handlungsbedarf. Wer sich seit einer halben Ewigkeit automatisch mit seinem Benutzernamen anmeldet, hat oft gar nicht mehr auf dem Schirm, welche E-Mail-Adresse damals bei der Registrierung angegeben wurde. Problematisch wird es dann, wenn man keinen Zugriff mehr auf dieses alte Postfach hat. Muss nach der Umstellung am 1. September das Passwort zurückgesetzt werden oder fordert das System eine Sicherheitsabfrage, bleibt der Zugang zum Spotify-Konto ohne funktionierende E-Mail-Adresse dauerhaft gesperrt. Zudem lohnt sich ein Kontrollblick auf die verknüpften Log-in-Wege über Apple, Google oder Facebook, um sicherzustellen, dass die Verknüpfungen mit den aktuell genutzten Profilen noch fehlerfrei aktiv sind.
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