Magere Ausbeute
Marillen-Schock lässt Bauern Frust ernten
Kälte-Schock im Weinviertel – Heuer fehlt jede zweite Marille Die heurige Marillenernte im Weinviertel bringt den Bauern große Sorgen statt voller Körbe. Durch die schweren Frostnächten im Frühjahr wurde rund die Hälfte der beliebten Früchte vernichtet. Die Erntehelfer arbeiten bereits seit dem 19. Juni auf Hochtouren, doch die Ausbeute fällt extrem mager aus. Das Einbringen der restlichen Früchte wird voraussichtlich noch rund drei Wochen dauern. "Wir reden schon von mindestens 50 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr“, sagt Marillenbauer Wolfgang Hackl aus Atzelsdorf gegenüber dem Kurier.
Späte Sorten als kleiner Rettungsanker
Ein kleiner Funke Hoffnung bleibt den Betrieben durch die Vielfalt auf den Feldern. Insgesamt wachsen dort 12 verschiedene Marillensorten, die zu unterschiedlichen Zeiten reif werden. Vor allem jene Varianten, die erst später an der Reihe sind, könnten das Minus etwas ausgleichen. Große Erwartungen setzt man auf die Sorte Bergarouge, die mit beachtlicher Größe, intensiv orangefarbener Schale und einer roten Backe überzeugt. Trotz der Schäden rechnet der Betrieb auf seinen rund 23.000 Bäumen mit einer Gesamtmenge von immerhin noch 30 bis 40 Tonnen.
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Hitze-Welle quält Erntehelfer
Das Wetter macht es den heimischen Obstbauern weiterhin schwer. Nach den Frostschäden im Frühjahr folgt jetzt die nächste harte Prüfung. Die anhaltende Hitze macht sowohl den Bäumen als auch den Saisoniers schwer zu schaffen. Wenn der Regen in den nächsten Wochen komplett ausbleibt, könnte sich die Lage für die Betriebe zusätzlich verschärfen. Die Lust auf die süßen Früchte lassen sich die Menschen hierzulande aber nicht nehmen, egal ob frisch vom Baum, als Marmelade oder Marillenknödel.
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