Erfolg für Windkraftgegner: Rußbach-Umwidmung ausgesetzt!
Bürgermeister Manfred Punz (ÖVP) hatte vorgestern eine Vorstandssitzung abgehalten und den Punkt kurzerhand ausgesetzt – offiziell, weil noch kein Bescheid vom Land vorliegt. Rund 12 Windkraftgegner waren GESTERN vor Ort, also: bei der Gemeinderatssitzung, um ihren Widerstand zu zeigen.
Für die Kritiker des Projekts ein Grund zum Feiern: Ohne die Umwidmung der betroffenen Flächen zur „Grünland-Windkraftanlage" ist das Vorhaben der Windkraft Simonsfeld AG rechtlich nicht durchsetzbar. Fünf Windräder sollten ursprünglich in der Region entstehen.
Rechtliche Hürden bleiben hoch
Das Projekt steckt ohnehin in einem juristischen Nadelöhr: BirdLife hat das Gebiet als Vogelschutzzone eingestuft. Käme die Umwidmung dennoch, würde eine aufwendige Umweltverträglichkeitsprüfung folgen, bei der anerkannte Umweltorganisationen volle Parteistellung haben und bis vor das Landesverwaltungsgericht ziehen könnten. Kritikerin Angelika Starkl rechnete zuletzt mit Kosten von 300.000 bis 500.000 Euro für den Betreiber allein für Gutachten und Monitoring – Geld, das im Falle eines Scheiterns verloren wäre, wie Autorin und Aktivistin Angelika Starkl anmerkt.
Gegner bleiben kampfbereit
Die Botschaft der Windkraftgegner ist klar: Man werde drankbleiben und alle Hebel in Bewegung setzen, damit die fünf Windräder in Rußbach NICHT gebaut werden. Der ausgesetzte Tagesordnungspunkt ist für sie ein erster wichtiger Etappensieg – der endgültige Kampf ist damit aber noch nicht entschieden.
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