Sobotka macht mit

Premiere: Muslim-Organisation kämpft gegen TikTok-Prediger

Ein Mann im Anzug spricht am Rednerpult und hält Unterlagen in der Hand.
© APA/GEORG HOCHMUTH
Muslimische Jugend will dem politischen Islam jetzt die Stirn bieten
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Die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) startet eine bundesweite Bildungsoffensive gegen den "politischen Islam". Als Unterstützung hat sich die Jugendorganisation dafür den ehemaligen Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka (ÖVP) geholt. In einer gemeinsamen Pressekonferenz anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens kommenden Montag will die Jugendorganisation ihre Bildungsoffensive präsentieren, die etwa "selbsternannten TikTok-Predigern" die Stirn bieten soll.

Die MJÖ will sich mit ihrer Aktion einer "wachsenden Herausforderung" stellen, wie es am Donnerstag in einer Aussendung hieß: "Extremistische Akteure sprechen Jugendliche gezielt über Social Media und verstärkt durch Algorithmen an. Sie geben einfache theologische Antworten auf komplexe Fragen: demokratiefeindlich, frauenverachtend und mit absolutem Wahrheitsanspruch."

Argumentationshilfe geplant

Im Mittelpunkt der Bildungsoffensive stehen laut MJÖ die "Qualifizierung ehrenamtlicher JugendleiterInnen und MultiplikatorInnen sowie die Veröffentlichung wissenschaftlich fundierter Publikationen". Dies umfasse die "Erwiderung theologischer Auslegungen des politischen Islams", wodurch Jugendliche befähigt werden sollen, etwa "TikTok-Predigern" in sozialen Medien "argumentativ die Stirn zu bieten".

Dass Sobotka sich der Initiative angeschlossen hat, kommt nicht von irgendwoher. Der ehemalige Nationalratspräsident und Innenminister hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend gegen Antisemitismus engagiert und den "politischen Islam" als einen der treibenden Faktoren benannt.

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