Klopp soll kommen
Jetzt offiziell: DFB verkündet Nagelsmann-Aus
Klopp soll kommen
Julian Nagelsmann ist nicht mehr Teamchef der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Der 38-Jährige erklärte wenige Tage nach dem Aus im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay seinen sofortigen Rücktritt, wie der Deutsche Fußball-Bund am Freitag mitteilte. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll ihm dieser Schritt von der DFB-Spitze während eines Krisentreffens am Donnerstag nahegelegt worden sein. Als Nachfolger steht Jürgen Klopp bereit.
"Hinsichtlich der Neubesetzung des Trainerpostens wird die DFB-Spitze nunmehr das Gespräch mit Jürgen Klopp suchen. Er hat bereits seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme des Postens signalisiert", hieß es in einer DFB-Mitteilung. Der 59-jährige Klopp ist seit Jänner 2025 als Head of Global Soccer für die Red Bull GmbH tätig. Davor war Klopp als Trainer sehr erfolgreich bei Borussia Dortmund und dem FC Liverpool.
Umdenken bei Nagelsmann
Bei Nagelsmann fand in den Tagen nach dem WM-Aus ein Umdenken statt. "Ich habe seit dem Ausscheiden viel nachgedacht und mich mit Vertrauten in meinem persönlichen Umfeld und im Verband ausgetauscht. Die Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen. Mein oberstes Ziel war immer der Erfolg der Mannschaft. Sie hat nach so einer herben Enttäuschung die Chance auf einen unbelasteten Neuanfang verdient", sagte Nagelsmann in der Presseerklärung des Verbandes.
Nagelsmann hatte mit der DFB-Auswahl am Montag in der ersten K.-o.-Runde der WM mit 3:4 im Elfmeterschießen verloren. Unmittelbar nach dem Ausscheiden hatte Nagelsmann einen Rücktritt ausgeschlossen. "Ich bin keiner, der wegläuft", hatte er im Stadion in Foxborough in den USA gesagt. Nun kam es aber zu dem Sinneswandel.
Nagelsmann kam als "Wunschlösung" zum DFB
"Nach dem für ausnahmslos alle enttäuschenden WM-Aus verdient Julians Entscheidung unseren Respekt, weil er Verantwortung übernimmt, wo er gerne weiter gestalten würde und die Nationalmannschaft als Ganzes über die eigene Person stellt", sagte Sportdirektor Rudi Völler. Über die Zukunft des Weltmeisters von 1990 äußerte sich der DFB nicht.
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Nagelsmann hatte im September 2023 die Nachfolge von Hansi Flick angetreten. Er war damals als "die Wunschlösung" von Völler gekommen. Bei seinem ersten Turnier als DFB-Chefcoach war Nagelsmann vor zwei Jahren bei der Heim-EM im Viertelfinale gegen den späteren Titelgewinner Spanien unglücklich mit 1:2 nach Verlängerung ausgeschieden.
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