"Typischer PR-Gag"
"Hitzefrei"- FPÖ attackiert Wiederkehr
Die große Sommerhitze sorgt in den Klassenzimmern für rauchende Köpfe und entfacht eine politische Debatte. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) kündigte einen baldigen Vorschlag für eine "hitzefrei"-Regelung an den Schulen an. Die FPÖ reagiert mit scharfer Kritik auf diesen Vorstoß und verweist auf einen eigenen Antrag aus der Vergangenheit.
Das Ausrufen von Hitzefrei soll nach den Plänen des Ministers eine absolute Ausnahme darstellen. Zudem muss die Betreuung der Kinder auf jeden Fall sichergestellt sein. Wiederkehr setzt auf schulautonome Möglichkeiten bei den Temperaturgrenzen, da in Österreich nicht überall die gleichen Bedingungen herrschen. Einer Verlängerung der Sommerferien erteilt er eine klare Absage. Eine Vorverlegung der Sommerferien kommt für ihn nur bei einer einheitlichen Lösung aller Bundesländer infrage.
Derzeit gibt es in Österreich keine rechtliche Grundlage, um den Schulen "hitzefrei" zu geben. Das Schulzeitgesetz stammt noch aus einer Zeit ohne ständig heiße Juni-Wochen, das Thema "hitzefrei" kommt darin grundsätzlich nicht vor.
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Abgelehntes Belüftungskonzept
Die Wiener Freiheitlichen erinnern angesichts der neuen Pläne an eine Initiative im Rathaus. Die FPÖ-Gemeinderäte Maximilian Krauss und Stefan Berger brachten bereits im Jänner des Jahres 2024 einen Antrag für flächendeckende Luftfilter und Belüftungsanlagen in Schulen und Kindergärten ein. Damals war Wiederkehr noch als Bildungsstadtrat im Amt. Die rot-pinke Koalition und die Grünen lehnten den Antrag damals jedoch ab.
"Hätte Wiederkehr damals unserem Antrag zugestimmt, hätten wir in Wien eineinhalb Jahre später keine Hitze-Probleme mehr in den Wiener Bildungseinrichtungen. Nun mit dieser Idee, die er damals nicht unterstützen wollte, hausieren zu gehen, ist wieder einmal ein typischer NEOS-PR-Gag, um gute Schlagzeilen zu produzieren", kritisiert Klubobmann Maximilian Krauss.
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