Ungargasse

Pleite-Schock für beliebtes Italo-Lokal

Frau isst Spaghetti Bolognese mit Besteck in einem Restaurant, Glas Wasser steht daneben.
© Getty Images
Große Sorge in der Wiener Gastroszene! Ein bekanntes italienisches Lokal in der Ungargasse im 3. Bezirk steckt in schweren finanziellen Turbulenzen.
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Die Radici GmbH musste beim Handelsgericht Wien ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragen. Dabei schwärmten die Gäste auf der Plattform TripAdvisor vor kurzem noch von der großartigen Atmosphäre, dem guten Service und den feinen Produkten. Nun geht es um die Existenz des Betriebs, vier Mitarbeiter sind von dieser Pleite betroffen.

Gründe für die Schieflage

Das Lokal wurde Anfang 2025 zu günstigen Konditionen übernommen. Die bestehenden Schulden resultieren vor allem aus einem verlorenen Prozess vor dem Arbeitsgericht, welcher den Neustart des Gastro-Unternehmens erschwerte. In weiterer Folge kam es zu Zahlungsrückständen beim Finanzamt und bei der Sozialversicherung. "Diese Rückstände sind darauf zurückzuführen, dass die für die Übernahme erforderliche Kaution vorfinanziert werden musste und zudem die Sozialversicherungszahlungen im Zusammenhang mit dem arbeitsgerichtlichen Verfahren entrichtet wurden“, heißt es im Insolvenzantrag.

Andere Verbindlichkeiten konnten deshalb zuerst nicht beglichen werden. Insgesamt belaufen sich die Schulden laut den aktuellen Angaben auf 88.500 Euro.

Rettungsplan durch Catering-Umsätze

Den Gläubigern wird nun ein Sanierungsplan mit einer Quote von 40 Prozent angeboten. Die Geschäftsführung sieht sich in der Lage, die Geschäfte unter Aufsicht des Sanierungsverwalters ordnungsgemäß fortzuführen und die Interessen der Gläubiger zu wahren. Das Geld für die Quote soll aus den laufenden Einnahmen kommen. Eine konkrete Pipeline für Caterings und Events verspricht geplante Umsätze von rund 91.500 bis 95.500 Euro. "Nach Angaben der Geschäftsführung sind die angeführten Projekte fix zugesagt", wird im Antrag festgehalten. Das geplante Vorhaben gilt als wesentlicher Baustein für die Fortführungsprognose des Betriebs.

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