Schulschluss

Gutes Zeugnis für Niederösterreichs Schüler

Ausschnitt eines Zeugnisses mit überwiegend „sehr gut“ und einmal „gut“ als Noten.
© zVg
Für rund 200.000 Schülerinnen und Schüler in Niederösterreich schlägt morgen die Stunde: Die Sommerferien starten! Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Karl Fritthum zogen heute im Landhaus St. Pölten Bilanz über das Schuljahr 2025/26 – und bedankten sich bei den insgesamt rund 22.200 Lehrkräften an den 1.208 Schulen des Landes.
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Besondere Gratulation gab es für die 7.600 Maturantinnen und Maturanten: "Wir können stolz auf unsere Absolventinnen und Absolventen sein", so Teschl-Hofmeister. Die Zahlen können sich sehen lassen: In der Volksschule erreichten 63,30 Prozent die AHS-Reife (2025: 61,54 Prozent). Auch die Zwei-Nicht-genügend-Quote sank in fast allen Schultypen. Die Landesrätin betonte: "Die Matura ist der krönende Abschluss der Schullaufbahn."

In der Volksschule haben heuer 63,30 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Niederösterreich die AHS-Reife erreicht (2025: 61,54 Prozent). 31,27 Prozent haben die Mittelschule mit ausgezeichnetem oder gutem Erfolg abgeschlossen (2025: 31,4 Prozent); die Zahl jener mit zwei Nicht-genügend lag bei 0,8 Prozent (2025: 1,1 Prozent). In den AHS haben 50,11 Prozent das Schuljahr mit ausgezeichnetem oder gutem Erfolg abgeschlossen (2025: 53,6 Prozent); 1,5 Prozent haben mehr als zwei Nicht-genügend (2025: 2,2 Prozent). In den BMHS haben 26,38 Prozent das Schuljahr mit ausgezeichnetem oder gutem Erfolg abgeschlossen (2025: 28,20 Prozent); 2,44 Prozent heuer haben mehr als zwei Nicht genügend (2025: 3,29 Prozent

Sorge um psychische Gesundheit
Neben Noten liegt Teschl-Hofmeister vor allem das Wohlbefinden der Jugendlichen am Herzen. Mit dem Jugendrotkreuz wurde das Präventionsprojekt "Gemeinsam lösen wir's" gestartet. Mit Blick auf die Gewalttat in Graz mahnte sie: „Es darf nicht sein, dass Jugendliche so verzweifeln, dass sie im Extremstfall auch noch so schreckliche Straftaten begehen." Schulen müssten ein sicherer Ort werden, kündigte zudem einen "digitalen Werkzeugkoffer" für den virtuellen Raum an.

Zum Thema Sicherheit und Krisenmanagement an den Schulen, führte die Landesrätin aus, dass es im laufenden Schuljahr 78 abstrakte Bedrohungen gegeben habe. Das seien keine Lausbubenstreiche, sondern Straftaten, sagte Teschl-Hofmeister, dass diese Konsequenzen hätten. Im heurigen Schuljahr habe es 204 Suspendierungen gegeben, das seien deutlich mehr als im Vorjahr (2025: 159 Suspendierungen). Ab dem kommenden Schuljahr werde zusätzlich eine Suspendierungsbegleitung eingerichtet.

Mehr Suspendierungen, mehr Bedrohungen
Alarmierend: Im laufenden Schuljahr gab es 78 abstrakte Bedrohungen und mit 204 Suspendierungen deutlich mehr als im Vorjahr (2025: 159). Ab dem kommenden Schuljahr soll eine eigene Suspendierungsbegleitung eingerichtet werden. Auch bei den Sonderschulen fordert die Landesrätin ein Umdenken: Der Bund finanziere nur 2,7 Prozent sonderpädagogischen Förderbedarf, tatsächlich betroffen seien aber 5,1 Prozent der Pflichtschüler. "Es geht um das Wohl des einzelnen Kindes und um die Wahlfreiheit der Eltern", so Teschl-Hofmeister.

Sommerschule wird zur festen Größe
"Die Sommerschule ist gekommen, um zu bleiben", freut sich die Landesrätin über 10.500 Anmeldungen – deutlich mehr als im Vorjahr. Neu: Kinder aus Deutschförderklassen müssen künftig verpflichtend teilnehmen, das betrifft rund 1.900 Schüler.

Personal steht, Reform wird geprüft
Bildungsdirektor Fritthum gibt Entwarnung für den Herbst: "Man könne heute schon sagen, dass alle Stellen besetzt werden können." Bei 450 ausgeschriebenen Pflichtschulstellen habe es mehr als doppelt so viele Bewerbungen gegeben. Zur diskutierten sechsjährigen Volksschule bremst Teschl-Hofmeister: Reformen dürften "keine Schlagzeilen sein", sondern müssten zuerst durchdacht werden.

Insgesamt gebe es in Niederösterreich mittlerweile 1.208 Schulen – davon 1.029 Allgemeinbildende Pflichtschulen, 66 Allgemeinbildende Höhere Schulen, 91 Berufsbildende Mittlere und Höhere Schulen sowie 22 Berufsbildende Pflichtschulen.

Fazit: Zeugnisse in der Tasche, Sommerschule im Anlauf – Niederösterreichs Schulen starten mit gemischter Bilanz in die Ferien.

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