Behörden-Alarm

Achtung! Dieser See-Elefant wird "zu Tode geliebt"

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Der berühmte See-Elefant Neil zieht in Tasmanien massenhaft Schaulustige an. Nun warnen die Behörden vor gefährlichen Folgen, während Tierfreunde mit einer Petition kämpfen.
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Der See-Elefant Neil bringt in Australien derzeit das Internet zum Glühen. Der rund eine Tonne schwere Koloss ist als "Neil the Seal" auf Social Media ein echter Star, dessen Fotos und Videos wieder einmal durch die Decke gehen. Doch genau dieser Wirbel könnte ihm jetzt gefährlich werden. Die Behörden in Tasmanien schlagen Alarm: Wenn Menschen Wildtieren zu nahe kommen und dadurch ein unkontrollierbares Sicherheitsrisiko entsteht, müsse man sie im schlimmsten Fall einschläfern. Tausende Tierfreunde haben deshalb schon eine Petition unterschrieben.

Stillstand im Straßenverkehr

Neil kam im Oktober 2020 in der Nähe von Hobart, der Hauptstadt von Tasmanien, zur Welt. Im Unterschied zu den meisten seiner Artgenossen, die auf subantarktischen Inseln leben, taucht Neil seit Jahren regelmäßig in den Küstenorten von Tasmanien auf – und landet dabei immer wieder mitten in Wohnsiedlungen. Mehrmals im Jahr zieht es ihn an Land, um sich auszuruhen oder das Fell zu wechseln. Dabei sorgt der junge See-Elefant jedes Mal für ordentlich Aufregung. Er schiebt Absperrungen beiseite, legt sich auf den Asphalt und bringt so den Verkehr zum Stillstand. See-Elefanten sind die größten Robben der Welt und können bis zu 4.000 Kilo auf die Waage bringen.

Gefahr durch unvorsichtige Selfies

Millionen Menschen haben sich schon Videos von Neil angeschaut. Genau das macht den Behörden Sorgen: Immer wieder kommen Schaulustige ganz nah heran, machen Selfies oder stellen sogar kleine Kinder für ein Foto neben den Koloss, wie die Naturschutzbehörde von Tasmanien berichtet. "Neil ist ein großes Raubtier aus dem Meer", sagte der Wildtierexperte Kris Carlyon laut dem australischen "Guardian". Das riesige Tier mag zwar friedlich wirken, kann aber durchaus einen Menschen schwer verletzen. Carlyon warnt: Es besteht die reale Gefahr, dass Neil "im Grunde zu Tode geliebt" wird. Auch in anderen Ländern mussten große, potenziell gefährliche Tiere schon eingeschläfert werden, weil das Verhalten der Menschen zu gefährlich wurde.

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Schutzzonen statt einer Tötung

Die Petition fordert von den Behörden, eine Tötung von Neil auszuschließen. Stattdessen verlangen die Initiatoren Schutzzonen als Ruheplätze für das Tier und Strafen für Leute, die ihm zu nahe rücken. Schon innerhalb von zwei Tagen gab es fast 7.000 Unterschriften. "Neil hat es nicht verdient, zu sterben, nur weil er an seinen Geburtsort zurückkehrt und dabei seinem natürlichen Instinkt folgt", brachte es eine Frau mit einem Kommentar im Internet auf den Punkt. Die Naturschutzbehörde betonte zur Erleichterung vieler, dass eine Einschläferung derzeit nicht geplant sei. Sie bittet alle Fans, mindestens 20 Meter Abstand zu halten, Hunde mindestens 50 Meter fernzuhalten und Neil weder zu füttern noch zu berühren. Nur so kann verhindert werden, dass Australiens berühmtester See-Elefant am Ende Opfer seiner eigenen Beliebtheit wird.

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