Die Gründe für das Debakel
DFB-Weltmeister fordern nach WM-Aus harte Konsequenzen
Deutschland wartet seit dem WM-Titel 2014 weiter auf den ersten Achtelfinal-Einzug bei einer Weltmeisterschaft. Nachdem direkt nach Schlusspfiff Mats Hummels zum Rundumschlag ausgeholt hatte, folgten ihm einen Tag später weitere DFB-Ikonen.
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Jürgen Klinsmann, der 2006 Vater des "Sommermärchens" war und 1990 Deutschland zum WM-Titel schoss, ging mit dem aktuellen Team gegenüber dem US-Sender ESPN hart ins Gericht. "Die Art und Weise, wie wir rausgeflogen sind, ist eine riesige Enttäuschung. Sie hatten zu wenig Energie, waren nicht entschieden und aggressiv genug, um den Kampf gegen ein sehr starkes Team aus Paraguay anzunehmen", so der 61-Jährige.
Er selbst fand das Schock-Aus "niederschmetternd und peinlich" und deckt die Probleme schonungslos auf: "Die Verantwortung liegt bei allen – vom Trainerstab über den Verband bis hin zu jedem einzelnen Spieler, der in diesen 26-Mann-Kader berufen wurde. Jeder hat seinen Teil zu diesem Desaster beigetragen."
Klinsmann fordert Konsequenzen
Als Konsequenz will er die kompletten Verbandsstrukturen hinterfragen. Klinsmann: "Natürlich wird es Konsequenzen geben, was auch immer diese Konsequenzen sein mögen."
Ein langjähriger Wegbegleiter, mit dem Nagelsmann 1990 in Italien den WM-Pokal in die Höhe stemmte, geht dabei sogar noch weiter und nennt schockierende Hintergründe.
Demnach dürfte der nach außen kommunizierte Zusammenhalt alles andere als der Wahrheit entsprechen. Der Fokus soll vielmehr bei der Reiseplanung der Familien gelegen haben, wobei einzelne Spieler vom Verband unterschiedlich behandelt wurden, was wiederum für Missstimmung gesorgt haben soll.
Matthäus nennt brisante Details
Gegenüber der BILD meint Lothar Matthäus: "Ich weiß nicht, warum man jetzt schon von Anfang an die ganzen Familien dabei haben muss. Dann geht es um Reisemöglichkeiten, um Hotelbuchungen. Das war doch alles ein Thema in der Mannschaft."
Ein Beleg dafür ist auch ein FOCUS-Bericht, dass es keine gemeinsame Rückreise der Spieler gibt. Jeder fliegt individuell retour, ein weiteres Zeichen, dass der gepredigte Zusammenhalt eher einem Trümmerhaufen gleicht.
Matthäus legt noch nach: "Die waren keine zwei Wochen in Amerika und schon waren wieder die ganzen Familien dabei." Er schlägt vor, dass die Familien zukünftig erst ab einem möglichen Viertelfinale dazustoßen sollen. Brisant: Seit dem letzten Titelgewinn 2014 hat die DFB-Auswahl nicht einmal ein Achtelfinale erreicht.
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