Mi., 22 Uhr

Belgien muss gegen Senegal endlich liefern

Zwei Fußballspieler aus Senegal und Belgien stehen im Stadion, eine Weltmeistertrophäe schwebt dazwischen.
© Getty
Viertes Spiel und zum vierten Mal geht Belgiens Nationalteam bei der Fußball-WM in Nordamerika als Favorit in die Partie.
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Überzeugt haben die Belgier bisher aber nur gegen den krassen Außenseiter Neuseeland (5:1). Am Mittwoch (ab 22 Uhr im oe24-LIVE-TICKER) wartet im Sechzehntelfinale in Seattle mit Senegal die bisher größte Herausforderung. Die Afrikaner hoffen, dass ihr bisher ziemlich unauffälliger Star Sadio Mane zum erhofften Unterschiedsspieler wird.

Die belgische Offensive um Superstar Kevin De Bruyne war zum Turnierstart gegen Ägypten (1:1) und den Iran (0:0) nicht richtig auf Touren gekommen. Teamchef Rudi Garcia hofft, dass mit dem Erfolg gegen Neuseeland, der den Gruppensieg brachte, der Knoten geplatzt ist. Denn mit dem Senegal wartet eines der Top-Teams aus Afrika auf seine Truppe. "Technisch sind sie sehr gut, taktisch sehr stark und physisch können sie den Unterschied ausmachen. Für uns wird es von der Intensität her eine große Herausforderung", erklärte Sturmtank Romelu Lukaku, der nach einer verletzungsgeplagten Saison und nur wenig Spielpraxis für SSC Napoli wohl wieder nur als Joker fungieren wird.

Mane mit Luft nach oben

Der Senegal hatte sich nach Niederlagen gegen Frankreich (1:3) und Norwegen (2:3) so wie Belgien erst mit einem starken Vorrunden-Abschluss (5:0 gegen den Irak) als Gruppendritter den Aufstieg geschafft. Das Prunkstück der Westafrikaner sollte die Offensive mit ihrem WM-Rekordtorschützen Ismaila Sarr, dem von Chelsea an den FC Bayern verliehenen Nicolas Jackson und Mane sein. Der ehemalige Salzburger, der danach für Liverpool und die Bayern gestürmt war, hat diesem Turnier noch nicht seinen Stempel aufdrücken können. Beim Sieg gegen den Irak war er aber - wenn auch nicht als Torschütze - schon viel auffälliger als zuvor.

Die Ausnahmestellung des mittlerweile 34-Jährigen war zu Jahresbeginn beim skandalösen Finale im Afrika Cup einmal mehr offensichtlich geworden. Teamchef Pape Thiaw hatte seine Spieler nach einem fragwürdigen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit in die Kabine zitiert, Mane sie dann wieder auf den Rasen zurückgeholt. Der Senegal gewann das Endspiel gegen Marokko, verlor den Titel aber Wochen später auf dem Grünen Tisch.

Auch im Vorfeld der WM herrschten Unstimmigkeiten, Spieler sollen sich über ausstehende Prämien und die Ausstattung des Quartiers beschwert haben. Sportlich zumindest liegen sie im Soll. Zum dritten Mal haben sie eine WM-Vorrunde überstanden. 2002 ging es bis ins Viertelfinale. Von der damaligen Mannschaft, zu der auch der heutige Trainer Thiaw als Spieler gehörte, schwärmen sie in der Heimat noch immer.

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