Für 90 Tage

Wegen Tintenfisch: Touristen-Strand gesperrt

Ein Tintenfisch schwimmt im klaren Wasser über Seegras nahe der Küste von Point Lowly.
© Getty Images
Ein beliebtes Küstengebiet ist für 90 Tage gesperrt. Die Maßnahme soll die Riesensepia während Paarung und Eiablage schützen.
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Seit Dienstag, 1. Juli, sind Freizeitaktivitäten im Wasser vor den südaustralischen Städten Whyalla und Port Augusta für 90 Tage untersagt. Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen sind verboten, außerdem dürfen Boote in dem Gebiet nicht mehr ankern.

Schutz für Riesensepia

Im Mittelpunkt der Maßnahme steht die Riesensepia. Die farbenprächtige Tintenfischart nutzt das Gebiet im Upper Spencer Gulf traditionell zur Paarung und Eiablage.

Wie "Chip" berichtet, haben aktuelle Zählungen in dieser Saison deutlich weniger Tiere ergeben. Laut Umweltministerin Emily Bourke finde in der Schutzzone vor allem die Eiablage statt. Deshalb müsse die Belastung durch den Menschen so gering wie möglich sein.

Hohe Strafen drohen

Wer die ausgewiesene Schutzzone trotzdem betritt oder sie für Freizeitaktivitäten nutzt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

Laut australischem Ministerium können Bußgelder von bis zu 100.000 australischen Dollar (circa 60.600 Euro) verhängt werden.

Farbenspiel unter Wasser

Während der Paarung verändern die Tiere ständig ihre Farbe. Das Erlebnis soll dem Schwimmen über ein Feld von Discokugeln gleichen. Dieses Naturereignis wird unter dem Namen "Cuttlefest" bekannt gemacht und zieht normalerweise zahlreiche Touristen an.

Die Riesensepia ist die größte bekannte Vertreterin der Sepien-Gruppe. Ein Tier kann bis zu elf Kilogramm wiegen und etwa 50 Zentimeter lang werden.

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