Eskalation
Vor Graz-Wahl: Grosz als "schwuler Jude" beschimpft
So wurde der Polit-Blogger Gerald Grosz im Netz als, wie er schreibt, "schwuler Jude" verunglimpft.
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Im Netz kursiert derzeit ein derbes Sujet. Darauf ist Gerald Grosz im pinken Trainingsanzug mit Regenbogenstreif dargestellt, offenbar eine Anspielung auf seine Homosexualität. Darunter Grosz auf einer Fotomontage mit Kippa und Payot und daneben eine weitere Darstellung, wo Grosz der Speichel aus dem Mund spritzt.
"Diese Person wird gesucht"
Die Darstellung ist ein Fahndungsplakat: "Wanted, diese Person wird gesucht" steht darauf. Grosz selbst spricht von "Linken in Graz", die gegen ihn mobil machen würden. "Schwuler Jude", so fasst Grosz die Darstellung zusammen.
Gegenüber oe24 kommentiert er die geschmacklosen und antisemitischen Sujets, die im Netz kursieren, mit den Worten:
"So sind sie, die Linken! Nationaler Sozialismus und internationaler Sozialismus reichen sich herzlich die Hand – braun und rot, endlich vereint im Hass. Wer das kritisiert, wird sofort als 'Schwuler Jude' gebrandmarkt und fertig gemacht. Ein echter Skandal. Von Elke Kahr und ihrer KPÖ-Jugend, die ungeniert auf Grazer Straßen 'Intifada' gegen Israel brüllen, ist natürlich keine Distanzierung zu erwarten. Die Masken fallen – und das rote Braun zeigt sein wahres Gesicht."
Videos vor der Wahl
Im Vorfeld der Graz-Wahl machte Grosz Werbung für die FPÖ, stellte sich vor eine Schule und in die belebte Grazer Herrengasse und prangerte Zuwanderung an. In einem anderen Video mahnte er - vor der Synagoge in Graz stehend - an, dass Juden in Graz zu wenig geschützt würden.
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