Beim Lesen
PISA-Alarm: Sogar Türkei überholt uns schon
In Lesen und Mathematik wurden bei den 15- bis 16-jährigen Schülern erneut Leistungsrückgänge festgestellt, in den Naturwissenschaften blieben die Werte in etwa gleich. Ähnlich auch in Österreich: Die Leistungen in Lesen und Mathe gingen im gleichen Ausmaß wie in der OECD zurück, in den Naturwissenschaften wurden Zuwächse verzeichnet.
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Im diesmaligen Haupttestgebiet Naturwissenschaften erreichten die österreichischen Schülerinnen und Schüler 497 Punkte. Das ist ein Plus von sechs Punkten gegenüber dem letzten Test 2022 und über dem OECD-Schnitt (482; 2022: 485). Im Lesen kamen die österreichischen Jugendlichen auf 467 Punkte - das ist zwar ebenfalls leicht über dem OECD-Schnitt (461), allerdings ein erneuter Rückgang um 13 Punkte. OECD-weit gingen die Lese-Ergebnisse mit minus 14 Punkten in etwa im gleichen Ausmaß zurück.
Gleiches gilt für die Mathematik. Hier kamen die österreichischen 15- und 16-Jährigen auf 477 Punkte. Das liegt klar über dem OECD-Schnitt (463), ist allerdings ein Rückgang um zehn Punkte und damit in etwa das gleiche Minus wie auch OECD-weit (minus neun Punkte). Im erstmals getesteten Bereich "Lernen in der digitalen Welt" landeten die heimischen Jugendlichen mit 509 Punkten ebenfalls über dem OECD-Schnitt.
Südkorea und Japan top
Am besten schnitten OECD-weit wie üblich Südkorea und Japan ab, in Europa erreichten Estland (Naturwissenschaften, Mathe, Lernen in digitaler Welt) und Irland (Lesen) die besten Werte. Die absolut besten Ergebnisse erzielten die extra ausgewerteten vier chinesischen Provinzen Peking, Shanghai, Jiangsu und Zhejiang (Nawi: 597, Lesen: 527, Mathe: 612) sowie Singapur (Nawi: 560, Lesen: 535, Mathe: 563).
Erstmals in allen Disziplinen über OECD-Schnitt
Insgesamt liegen die Leistungen der heimischen Schülerinnen und Schüler erstmals seit Einführung der PISA-Studien in allen Testdisziplinen signifikant über dem OECD-Schnitt. Das liegt allerdings mit Ausnahme der Naturwissenschaften und des erstmals erhobenen Lernens in der digitalen Welt daran, dass die Leistungen in den anderen OECD-Staaten noch stärker zurückgegangen sind.
Türkei überholt uns beim Lesen
Bemerkenswert ist vor allem die negative Entwicklung beim Lesen: In Europa erreicht mittlerweile nur mehr Irland den ursprünglichen Mittelwert von 500 Punkten. Mit 467 Punkten rangiert Österreich mittlerweile sogar hinter der Türkei (472), befindet sich dabei aber in guter Gesellschaft der Schweiz (470) oder Deutschlands (465). Auch Finnland rangiert zumindest beim Lesen nur mehr knapp davor (474).
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