Hier die Story im Oe24 E-Paper lesen
Der ÖFB-Traum hat seinen Preis – sportlich und organisatorisch. Österreich steht im Sechzehntelfinale und trifft als Gruppenzweiter am 2. Juli in Los Angeles auf Europameister Spanien. Davor geht es für das Rangnick-Team aber noch einmal zurück ins Basecamp nach Santa Barbara. Dort bereitet sich Österreich auf den K.o.-Kracher vor – auch wenn nur ein bis maximal drei Trainingstage bleiben.
Auch interessant
Zurück nach Santa Barbara
Für ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold ist die Rückkehr nach Kalifornien alternativlos. "Anders hätten wir schon Sack und Pack mitnehmen müssen, um von Kansas City wohin auch immer weiterzufliegen", sagte Neuhold. Das hätte nur zusätzliche Unruhe gebracht. Erst mit dem Sechzehntelfinale wird das Basecamp endgültig aufgelöst, danach reist das Team nur noch von Spielort zu Spielort.
Das ÖFB-Material wird nun in drei Ströme geteilt: Ein Teil reist direkt mit der Mannschaft, Verbrauchsmaterial wie medizinische Güter, Nahrungsergänzungsmittel und Verpflegung wird in Los Angeles zwischengelagert. Alles, was in der K.-o.-Phase nicht mehr gebraucht wird – etwa Equipment für das eigene Medienzentrum –, geht direkt zurück nach Wien.
Million, die gleich wieder weg ist
Auch finanziell bringt der Aufstieg zunächst weniger, als die Summe vermuten lässt. Für das Sechzehntelfinale zahlt die FIFA jedem Team eine Million Dollar, rund 880.000 Euro. Doch beim ÖFB bleibt davon laut Neuhold praktisch nichts hängen. "Von dieser einen Million US-Dollar wird Daumen mal Pi nichts übrigbleiben", erklärte der Geschäftsführer. Grund sind zusätzliche Reise-, Standort- und Organisationskosten.
Richtig lukrativ wird es erst mit dem nächsten Schritt. Für den Einzug ins Achtelfinale schüttet die FIFA weitere vier Millionen Dollar aus. Sportlich braucht es dafür allerdings eine Sensation: Österreich muss Spanien ausschalten. Der Sieger dieses Duells spielt danach in Dallas weiter, bei einem weiteren Erfolg geht es im Viertelfinale zurück nach Los Angeles.
Westküste als Vorteil
Geografisch ist Spanien in Los Angeles für den ÖFB die beste Variante. "Destinationen an der Westküste sind für uns auf jeden Fall die besseren Varianten, weil wir uns die Zeitverschiebung ersparen und geringere Reisezeiten haben", sagte Neuhold.
Fix ist: Schon für die WM-Teilnahme erhält jeder Verband 12,5 Millionen Dollar. Wie viel dem ÖFB am Ende tatsächlich bleibt, ist offen. Steuerfragen in den USA sind noch nicht endgültig geklärt. Für Österreich zählt vorerst aber ohnehin nur eines: der sportliche Coup. Alles andere ist laut Neuhold "ein schöner Nebeneffekt".
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden