Hauptbahnhof
ÖBB-Putztruppe wollte gefundene Geige verkaufen
Wien. Die Geschehnisse im Detail: Im Zuge von Reinigungsarbeiten in einem Waggon am Wiener Hauptbahnhof fand ein 24-jähriger Mitarbeiter einer Reinigungsfirma einen Geigenkoffer mit einem hochwertigen Orchester-Instrument samt Zubehör, den eine Musikerin (59) auf der Gepäckablage verstaut und dort vergessen hatte.
Anstatt den Fund abzugeben, soll der junge Serbe zunächst unter dem Vorwand, für einen Angehörigen eine Geige kaufen zu wollen, den Wert in einem Fachgeschäft erfragt haben. Als er bestätigt bekam, dass er hier doch einen Gegenstand mit größerem Wert in Händen hielt, soll er einen 23-jährigen Wiener Freund dazu bewegt haben, ihn beim Verkauf der Geige zu unterstützen. Dafür soll ihm ein Anteil des Verkaufserlöses versprochen worden sein.
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In weiterer Folge suchten die beiden den Hersteller der Geige auf, um die Violine zu verkaufen. Die 59-jährige Eigentümerin hatte den Geigenbauer jedoch bereits über den Diebstahl informiert, der daraufhin die Polizei verständigt. Die Musikerin hatte zuvor bereits Anzeige erstattet. Beamte des Stadtpolizeikommandos Favoriten nahmen den 23-Jährigen noch im Geschäft und den 24-Jährigen unmittelbar davor fest. In ihren Vernehmungen zeigten sich beide geständig. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden sie auf freiem Fuß wegen des Verdachts des schweren Diebstahls sowie der versuchten Hehlerei angezeigt.
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