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Nach Jubel-Rot: Prass sagt »sorry« und muss blechen

Ein jubelnder, oberkörperfreier Fußballspieler feiert auf dem Spielfeld ein Tor im Stadion.
© IMAGO/Beautiful Sports
Nach seinem Jubel-Platzverweis beim 3:0-Sieg gegen Leverkusen droht Alexander Prass eine Geldstrafe aus der eigenen Hoffenheim-Kabine. Selbst der Schiedsrichter scherzt über die Rechnung.
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in Tor geschossen, vom Platz geflogen und jetzt womöglich auch noch eine Rechnung von den eigenen Mitspielern. Für Alexander Prass (25) könnte sein Jubel beim 3:0 von Hoffenheim gegen Leverkusen ein teures Vergnügen werden.

Der ÖFB-Teamspieler entschuldigte sich inzwischen für seinen Gelb-Rot-Ausschluss. Doch damit ist die Angelegenheit offenbar nicht erledigt. "Er wird für die Mannschaftskasse gut blechen müssen", kündigte Teamkollege Andrej Kramaric an. Sogar Schiedsrichter Robert Hartmann hatte nach dem Spiel einen Kommentar zur drohenden Strafe parat.

Ilzer überlässt die Strafe der Mannschaft

Wie viel Prass sein unfreiwilliger Abgang kosten wird, ist noch offen. Eine konkrete Summe wurde bislang nicht genannt. Dass die Mannschaft den Vorfall intern aufarbeiten wird, ließ Trainer Christian Ilzer allerdings durchblicken.

"Das regelt die Mannschaft, da wird er schon was aufgebrummt bekommen", sagte der Steirer mit einem Lächeln.

Kramaric sieht die Sache ähnlich. Für den Kroaten wiegt allerdings eine andere Konsequenz schwerer: Prass muss beim nächsten Bundesliga-Spiel zuschauen. Am Samstag (31. Oktober) fehlt er Hoffenheim auswärts bei Werder Bremen.

Ein oberkörperfreier Fußballspieler jubelt auf dem Spielfeld, sein Trikot liegt am Boden.
Da war es schon zu spät: Weil er bereits verwarnt war, wurde Prass das ausgezogene Trikot zum Verhängnis. © IMAGO/Jan Huebner

Sogar der Schiri spricht von der Rechnung

Was war passiert? Prass hatte gegen Leverkusen zum 2:0 getroffen (89.) und sich vor Freude das Trikot ausgezogen. Ein folgenschwerer Moment, denn der Österreicher war bereits in der 45. Minute verwarnt worden. Schiedsrichter Hartmann zeigte ihm deshalb Gelb-Rot (90.+1).

Schiedsrichter zeigt einem Hoffenheim-Spieler die Gelb-Rote Karte im Bundesliga-Spiel.
Selbst Schiedsrichter Daniel Siebert musste nach dem Platzverweis schmunzeln. © IMAGO/HMB-Media

Der Unparteiische nahm die Szene anschließend mit Humor. "Ich denke, das kostet ihn ein bisschen was für die Mannschaftskasse. Da gibt es als Schiedsrichter keinen Spielraum, und dann muss es eben Gelb-Rot sein."

Eine Besonderheit: Hartmann hatte die Partie erst zur zweiten Halbzeit übernommen, nachdem sich sein Kollege Daniel Siebert verletzt hatte. Auf die erste Verwarnung von Prass wurde er von seinem Schiedsrichterteam aufmerksam gemacht.

Kramaric hatte seinem Mitspieler auf dem Platz noch geholfen, das Trikot wieder anzuziehen. Hinterher gab es einen verbalen Seitenhieb: "Guter Spieler, aber ein bisschen dumm." Gleichzeitig zeigte der Hoffenheim-Stürmer Verständnis für die Emotionen nach einem Treffer.

Prass entschuldigt sich auf Instagram

Der ÖFB-Legionär selbst meldete sich nach dem Spiel in den sozialen Netzwerken zu Wort und entschuldigte sich für seinen Platzverweis. Die Emotionen hätten ihn in diesem Moment übermannt, erklärte Prass sinngemäß. Er nehme die Szene als Lektion und wolle daraus lernen.

Ilzer wollte den unglücklichen Jubel nicht überbewerten. Der Hoffenheim-Trainer erinnerte an die Leistungen seines Landsmannes in den vergangenen Tagen und sprach von einer "fantastischen Woche". Auch beim Europa-League-Sieg gegen Lyon hatte Prass überzeugt.

Einen gut gemeinten Rat gab Ilzer seinem Spieler dennoch mit: "Ohne Leibchen zu gehen ist was für den Strand. Am Fußballplatz soll man Tore schießen und sich einen anderen Jubel überlegen."

Pokal ja, Bundesliga nein

Ganz ohne Fußball muss Prass die kommende Woche nicht verbringen. Die Gelb-Rote Karte zieht eine Sperre für ein Bundesliga-Spiel nach sich. Der DFB führt den Österreicher in seiner aktualisierten Sperrenliste mit einem Meisterschaftsspiel.

Im DFB-Pokal ist er dagegen spielberechtigt. Hoffenheim gastiert am Mittwoch (28. Oktober) bei Zweitligist Holstein Kiel. Erst drei Tage später, beim Bundesliga-Auswärtsspiel in Bremen, muss Ilzer auf den 25-Jährigen verzichten.

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