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Doppelpack-Schmid: Rangnicks »Giftzwerg« macht Italien verrückt

Ein Frosinone-Spieler jubelt nach einem Tor beim Serie-A-Spiel gegen Atalanta in Bergamo.
© IMAGO/LaPresse
Zwei Tore gegen Atalanta, Bestnoten in der Serie A und ein ungewöhnlicher Spitzname von Rangnick. In Italien wird der ÖFB-Star gefeiert.
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Romano Schmid brauchte am Sonntag keine lange Anlaufzeit. Schon in der ersten Minute brachte der Österreicher Frosinone bei Atalanta Bergamo in Führung, in der 17. Minute traf er gleich noch einmal. Am Ende stand ein 4:4, das für den 26-Jährigen trotz seiner ersten beiden Serie-A-Tore nicht ganz zufriedenstellend war. Die italienischen Medien waren deutlich begeisterter. Zweimal gab es die Note acht. Und ausgerechnet vor diesem bemerkenswerten Auftritt hatte Schmid der "Gazzetta dello Sport" verraten, wie ihn Ralf Rangnick nennt: "Giftzwerg".

Klein, unbequem und ziemlich treffsicher

Mit seinen 1,68 Metern gehört Schmid nicht gerade zu den körperlichen Erscheinungen des europäischen Fußballs. Was ihn allerdings wenig daran hindert, größeren Gegenspielern das Leben schwer zu machen. Im Interview mit der "Gazzetta" erzählte er, dass Rangnick ihm den Spitznamen wegen seiner Körpergröße und seiner aggressiven Spielweise gegeben habe. Gerade körperlich überlegene Gegner würden nicht besonders gern gegen ihn antreten.

Früher war Schmid übrigens ein "Zauberer". So wurde er als Jugendlicher genannt. Mit 15 schrieb er sich das Wort sogar auf seine Fußballschuhe, als er erstmals bei der ersten Mannschaft mittrainieren durfte. Die älteren Kollegen fanden das offenbar recht amüsant. Schmid ließ sich davon nicht beeindrucken.

Heute stehen auf seinen Schuhen die Namen seiner Kinder.

Zwei Tore, acht Punkte – aber kein Sieg

Wie unangenehm der "Giftzwerg" werden kann, bekam am Sonntag Atalanta zu spüren. Schmid brachte Frosinone zweimal in Führung, doch seine Mannschaft kassierte vier Gegentore und musste sich mit einem 4:4 begnügen.

Die italienischen Medien waren von seiner Leistung dennoch angetan. "TuttoAtalanta" und das Regionalportal "AlessioPorcu.it" bewerteten ihn jeweils mit acht von zehn Punkten. Bei "Eurosport Italia" erhielt er eine Sieben.

Schmid selbst konnte sich über seinen Doppelpack nur bedingt freuen. Im anschließenden DAZN-Interview machte er klar: Wer vier Tore erzielt, muss eine Partie gewinnen. Vier Gegentreffer seien schlicht zu viel.

Fußballspieler von Frosinone Calcio jubeln nach einem Tor im Stadion, Fans jubeln im Hintergrund.
Großer Jubel bei Frosinone: Romano Schmid (Nr. 10) wird nach seinem frühen Führungstreffer gegen Atalanta von seinen Teamkollegen gefeiert. © IMAGO/MB Media Solutions

Zwei Stunden Autofahrt für die Familie

Schmids Alltag in Italien verlangt ihm auch abseits des Rasens einiges ab. Weil seine Kinder eine internationale Schule besuchen, lebt die Familie in Rom. Für das Training in Frosinone nimmt er täglich insgesamt zwei Stunden Autofahrt in Kauf.

Dass ihn das Familienleben verändert habe, erzählte er ebenfalls der "Gazzetta". Er sei ruhiger geworden und lasse den Ärger nach schlechten Spielen nicht mehr so leicht mit nach Hause kommen.

Weniger ruhig geht es offenbar bei seinem Trainer Massimiliano Alvini zu. Dessen Trainingseinheiten bezeichnete Schmid als die härtesten seiner bisherigen Karriere. Nach seiner Ankunft im August habe er sich angesichts der Laufarbeit gefragt, ob er versehentlich in einer weiteren Saisonvorbereitung gelandet sei.

Mit dem Trainer scheint er sich dennoch gut zu verstehen. Alvini lobte nach dem 4:4 das von Vertrauen und Gesprächen geprägte Verhältnis. Schmid wiederum hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Zehn Torvorlagen sollen es in dieser Saison werden. Drei hatte er bereits vor dem Spiel gegen Atalanta gesammelt.

Schmid in Topform für das Länderspiel-Doppel

Trainer umarmt Spieler auf dem Spielfeld, weitere Teammitglieder stehen applaudierend daneben.
Ralf Rangnick und Romano Schmid beim ÖFB-Team. Der Teamchef nennt den 1,68 Meter großen Offensivspieler wegen seiner aggressiven Spielweise liebevoll "Giftzwerg". © GEPA pictures/ Christian Moser

Auch für Ralf Rangnick kommt Schmids Doppelpack zur rechten Zeit. Österreich kämpft im November in den letzten beiden Nations-League-Gruppenspielen um den Aufstieg in Liga A.

Am Samstag, 14. November (20.45 Uhr) empfängt das ÖFB-Team Irland in der Raiffeisen Arena in Linz. Zum Abschluss wartet am Dienstag, 17. November (20.45 Uhr) das Auswärtsspiel gegen Israel im ungarischen Debrecen.

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