Richtige Pflege

Nach der Hitzewelle: So retten Sie jetzt Ihre Zimmerpflanzen

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Puh, durchatmen! Die Temperaturen sinken endlich wieder auf ein erträgliches Maß. Doch während wir uns von der Hitze erholen, kämpfen unsere Pflanzen im Wohnzimmer oft noch ums Überleben. Mit dem richtigen Erste-Hilfe-Programm können Sie Ihre grünen Mitbewohner jedoch schnell wieder aufpäppeln.
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Die heißen Wochen sind an unseren Zimmerpflanzen nicht spurlos vorübergegangen. Hängende Köpfe, staubtrockene Erde und knusprige Blattränder sind die häufige Folge. Wer jetzt einfach nur reflexartig zur Gießkanne greift, macht oft den größten Fehler. Geben Sie Ihre grünen Lieblinge nicht zu früh auf! Zimmerpflanzen sind oft viel robuster, als wir denken. Mit ein wenig Liebe, der richtigen Wasserzufuhr und einem schattigeren Plätzchen wird Ihr Indoor-Dschungel den Hitze-Schock schnell verdauen und schon bald wieder neue Blätter sprießen lassen.

Erste Hilfe bei Wüsten-Erde

Die Erde im Topf ist steinhart und hat sich bereits vom Rand gelöst? Bei extremer Hitze verdunstet die Feuchtigkeit rasend schnell. Wenn Sie jetzt einfach von oben gießen, läuft das Wasser nutzlos an der Erde vorbei direkt in den Untersetzer.

Die Rettung: Ein Tauchbad! Nehmen Sie die Pflanze aus dem Übertopf und tauchen Sie sie mitsamt dem Kulturtopf in einen Eimer mit zimmerwarmem Wasser. Warten Sie, bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen, jetzt hat sich die Erde wie ein Schwamm vollgesogen. Wichtig: Danach unbedingt gut abtropfen lassen. Zu viel Wasser führt nämlich schnell zu Staunässe und Wurzelfäule.

Wellness-Dusche & Luftfeuchtigkeit

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Die heiße Sommerluft drückt die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung oft nach unten. Besonders tropische Pflanzen wie Monstera oder Calathea leiden darunter massiv. Gönnen Sie ihnen eine lauwarme, sanfte Dusche in der Badewanne oder besprühen Sie die Blätter großzügig mit kalkarmem Wasser. Das erfrischt nicht nur, sondern wäscht auch den Staub ab, die Pflanze kann wieder richtig "atmen".

Greifen Sie zur Schere

Ihre Pflanze sieht nach den heißen Tagen etwas mitgenommen aus? Hitze bedeutet Stress, und das zeigt sich oft durch schlaffe oder vertrocknete Blätter. Greifen Sie zur Schere. Schneiden Sie komplett vertrocknete Blätter ab. So verschwendet die Pflanze keine unnötige Energie mehr an abgestorbene Teile und kann ihre volle Kraft in die gesunden Triebe stecken.

Spinnmilben-Alarm

Heiße, trockene Luft ist wie eine Einladung für ungebetene Gäste. Vor allem Spinnmilben, Trauermücken und Blattläuse feiern jetzt eine Gartenparty auf Ihren Lieblingspflanzen.

Machen Sie den Check: Suchen Sie die Blattunterseiten und Blattachseln ab. Entdecken Sie feine, weiße Gespinste oder winzige krabbelnde Punkte? Dann isolieren Sie die Pflanze sofort und brausen Sie sie gründlich ab.

Standort-Check

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Haben Ihre Pflanzen plötzlich helle, beige oder dunkelbraune Flecken mitten auf den Blättern? Das ist ein klassischer Sonnenbrand. Durch den veränderten Sonnenstand im Sommer kann es passieren, dass der eigentlich sichere Standort plötzlich in der prallen Mittagssonne liegt. Rücken Sie die Töpfe ein Stück vom Fenster weg oder filtern Sie das Licht mit einem leichten Vorhang.

Dünger-Stopp

Ein klassischer Reflex: Die Pflanze schwächelt, also geben wir ihr einen großen Schuss Dünger, um sie zu stärken, richtig? Falsch! In und unmittelbar nach Hitzeperioden befindet sich die Pflanze im absoluten Stressmodus. Auf Dünger sollten Sie jetzt unbedingt verzichten. Die Nährstoffe wirken bei ausgetrocknetem Substrat zu aggressiv und können die feinen, geschwächten Wurzeln verbrennen. Warten Sie damit, bis sich die Pflanze wieder vollständig erholt hat.

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