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Nicht nur Trockenheit: Was wirklich dahinter steckt, wenn der Rasen braun wird

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Braune Flecken im Rasen bedeuten nicht automatisch, dass zu wenig gegossen wurde. Die Ursachen können vielfältig sein.
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Der Sommer ist da, die Sonne scheint und plötzlich zeigen sich auf dem Rasen braune Stellen. Viele denken dann sofort: "Der braucht einfach mehr Wasser." Doch so einfach ist es oft nicht. Wer einen Garten besitzt, kennt das Phänomen wahrscheinlich: Während ein Teil des Rasens saftig grün bleibt, verfärben sich andere Stellen gelb oder braun. Tatsächlich steckt dahinter häufig mehr als nur Hitze oder Trockenheit.

1. Der Rasen kann krank werden

Besonders Pilzerkrankungen sorgen dafür, dass die Grashalme aussehen, als wären sie vertrocknet. Zu den häufigsten gehören die sogenannte Rotspitzigkeit und der Dollar Spot. Während sich die Rotspitzigkeit durch gelblich-braune Flächen und rötliche oder rosafarbene Grashalmspitzen bemerkbar macht, entstehen beim Dollar Spot viele kleine strohfarbene Flecken, die oft ungefähr die Größe einer Münze haben. Damit es gar nicht erst so weit kommt, ist eine ausgewogene Nährstoffversorgung wichtig. Vor allem Stickstoff und Kalium helfen dabei, den Rasen widerstandsfähiger zu machen.

2. Hitze ist nicht immer allein schuld

Natürlich können hohe Temperaturen den Rasen austrocknen. Vor allem während längerer Hitzeperioden entstehen häufig größere braune Flächen. Doch auch der Boden selbst spielt eine wichtige Rolle. Ist der Untergrund sehr lehmig, gelangen Wasser und Nährstoffe oft nur schwer bis zu den Wurzeln. Die Folge: Der Rasen leidet, obwohl eigentlich ausreichend gegossen wurde.

3. Schädlinge unter der Erde

Manchmal spielt sich das eigentliche Problem dort ab, wo man es gar nicht sieht. Larven verschiedener Käferarten, sogenannte Engerlinge, ernähren sich von den Wurzeln des Rasens. Dadurch verlieren die Gräser ihre Wasser- und Nährstoffversorgung und trocknen besonders an heißen Tagen schnell aus. Typisch ist, dass sich betroffene Rasenstücke relativ leicht aus dem Boden ziehen lassen, weil die Wurzeln bereits beschädigt wurden.

4. Pflegefehler können dem Rasen schaden

Nicht nur zu wenig Wasser ist problematisch, auch zu viel davon. Wird der Rasen ständig bewässert, bleibt der Boden dauerhaft nass. Dadurch gelangt weniger Sauerstoff an die Wurzeln und gleichzeitig steigt das Risiko für Pilzerkrankungen.

Auch beim Mähen passieren häufig Fehler. Ein zu kurz gemähter Rasen ist anfälliger für Hitze und Krankheiten. Zusätzlich sollten die Messer des Rasenmähers regelmäßig geschärft werden. Stumpfe Klingen reißen die Halme eher heraus, statt sie sauber abzuschneiden und genau das schwächt den Rasen zusätzlich.

Auch beim Düngen gilt: Mehr ist nicht automatisch besser. Wird zu viel Dünger verwendet, können die Gräser regelrecht "verbrennen". Fachleute sprechen dabei vom sogenannten Fertilizer Burn.

Nicht immer sofort zum Gartenschlauch greifen

Braune Stellen bedeuten also nicht automatisch Wassermangel. Bevor Sie den Rasen täglich bewässern, lohnt sich ein genauer Blick. Oft steckt eine Krankheit, ein Pflegefehler oder sogar ein Schädlingsbefall dahinter.

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