Biopic
Michael Jackson stößt "Oppenheimer" vom Thron
Der Hype um den "King of Pop" ist auch Jahre nach seinem Tod ungebrochen. Das packende Kinowerk von US-Regisseur Antoine Fuqua schreibt an den Kinokassen rote Zahlen im positiven Sinne. Mit einem aktuellen weltweiten Einspielergebnis von rund 977 Millionen US-Dollar (rund 857 Millionen Euro) zog der Film nach Angaben des Branchenportals Boxoffice Mojo an der Konkurrenz vorbei.
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Nolan-Meisterwerk vom Thron gestoßen
Damit verweist der Popstar den bisherigen Rekordhalter auf Platz zwei. Das Historiendrama "Oppenheimer" von Christopher Nolan über den Physiker J. Robert Oppenheimer hatte weltweit gut 975 Millionen US-Dollar eingespielt und im März 2024 noch sieben Oscar-Trophäen abgeräumt.
- Der Traumstart: Bereits beim Kinostart im April übertraf der Film sämtliche Branchenerwartungen der Experten.
- Queen geschlagen: Vor einigen Wochen holte "Michael" das bis dahin erfolgreichste Musik-Biopic "Bohemian Rhapsody" (2018) ein, das weltweit 911 Millionen Dollar eingespielt hatte.
- Die Hauptrolle: Verkörpert wird der Weltstar von seinem eigenen 29-jährigen Neffen Jaafar Jackson, der für seine Performance gefeiert wird.
Kritiker bemängeln zu glattes Image
Die filmische Biografie beleuchtet das Leben des Künstlers von seiner frühen Kindheit bis zur legendären "Bad"-Welttournee in den 1980er-Jahren. Doch der Welterfolg bringt auch eine Kehrseite mit sich und sorgt in der Filmwelt für heftige Diskussionen. Viele Filmkritiker monieren, dass der Streifen ein viel zu glattes und unkritisches Bild des Sängers zeichne.
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Jahrhundertprozess
Zentrale und düstere Episoden aus dem Leben des Popstars werden in der Produktion nämlich schlichtweg ausgespart. Die schweren Missbrauchsvorwürfe, die später massiv an seinem Image kratzten, werden nicht thematisiert, da sie erst Jahre nach der "Bad"-Ära an die Öffentlichkeit gelangten. Die Beschuldigungen eines Teenagers wegen sexueller Übergriffe führten im Jahr 2005 zu einem weltweiten "Jahrhundertprozess", der damals mit einem für Jackson triumphalen Freispruch in sämtlichen Anklagepunkten endete. Dem Erfolg an den Kinokassen tut die inhaltliche Kritik jedenfalls keinen Abbruch.
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