Neuer Teil

Chaos pur! Die Minions erobern Hollywood

Minions and Monsters
© Illumination/Universal Pictures
Sie sind gelb, sie sind herrlich witzig und sie sind einfach nicht totzukriegen: Die Minions sind zurück im Kino.
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Seit ihrem Debüt in Despicable Me sind die gelben Winzlinge zu einem globalen Phänomen mutiert. Eigene Blockbuster, Themenbereiche in den Freizeitparks und ein Merchandise-Wahnsinn, so weit das Auge reicht. Kein Wunder also, dass uns Hollywood die rührigen Kerlchen in schöner Regelmäßigkeit serviert, um die Kinokassen klingeln zu lassen. Mit Minions & Monsters steht nun der neueste Streich in den Startlöchern, der das Publikum mit einer ordentlichen Zwerchfell-Attacke aus den Sesseln hauen soll.

Die ewige Gauner-Suche im Stummfilm-Mekka

Das Grundproblem der gelben Truppe bleibt unverändert: Sie suchen händeringend nach dem ultimativen Bösewicht, dem sie als tollpatschige Assistenten unter die Arme greifen können. Ob Mumien, finstere Hexer oder riesige Urzeit-Monster – die Minions dachten schon oft, den Jackpot geknackt zu haben, nur um sich durch ihr eigenes Unvermögen direkt wieder ins Abseits zu manövrieren.

Diesmal verschlägt es die Rasselbande ins Los Angeles der Goldenen Zwanziger. Dort versuchen sie sich als Komparsen unter der Fuchtel eines Star-Regisseurs (im Original genial gesprochen von Christoph Waltz). Weil dort aber niemand ihr kreatives Potenzial erkennt, fackeln die Kerlchen nicht lange und beschließen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen: Ein eigener Monsterfilm muss her!

Das Trio Infernale – bestehend aus Henry, James und dem etwas schwerhörigen Ed (nein, diesmal sind es nicht Kevin, Stuart und Bob, die später bei Gru landen) – stiebert ein altes Zauberbuch auf, um sich ein echtes Ungeheuer herbeizusehnen. Ohne Monster wäre das Kinoprojekt schließlich nur eine halbe Sache. Der Zauber geht natürlich schief, und sie landen beim grünen Winzling Goomi (Stimme: Trey Parker). Der ist zwar alles andere als furchterregend, weiß aber Gott sei Dank, wo die echten Kaliber aufzuspüren sind. Während sich dieses Trüppchen auf Monsterjagd begibt, läuft der Rest der gelben Belegschaft einem futuristischen Roboter namens "Dort" (Jesse Eisenberg) hinterher, der – wie könnte es anders sein – die Weltherrschaft anstrebt.

Ein Fest für Film-Freaks – bis die Puste ausgeht

Eingebettet ist dieser Slapstick-Rausch in eine charmante Rahmengeschichte, bei der uns eine Museumsführerin (Allison Janney) charmant erklärt, wie sich das Ganze damals zugetragen hat. Und genau diese erste halbe Stunde ist das absolute Highlight des Films. Hier dürfen die Minions einfach das tun, was sie am besten können: Völlig frei drehen. Die Regisseure Pierre Coffin und Patrick Delage zünden ein Gag-Feuerwerk voller genialer Anspielungen auf die Stummfilm-Ära von Buster Keaton und Charlie Chaplin.

Schade nur, dass den Machern ab der Hälfte ein bisserl die Puste ausgeht. Sobald sich die Truppe auf die tatsächliche Abenteuersuche begibt, verliert der Film seinen feinen roten Faden. Die Story splittet sich in zwei Handlungsstränge zwischen Monster-Safari und dem eroberungssüchtigen Roboter, was dem anfänglichen Elan spürbar den Schwung nimmt. Das Ganze mündet in ein Finale, das zwar optisch in gewohnter Spitzenqualität erstrahlt, aber etwas gar chaotisch geraten ist und sich vor allem an das ganz junge Publikum anbiedert.

Fazit: Im Vergleich zum Vorgänger The Rise of Gru ist Minions & Monsters wieder ein kräftiger Schritt nach vorne. Auch wenn die zweite Hälfte ein bisserl auf Nummer sicher geht: In den knackigen 90 Minuten Laufzeit gibt es praktisch im Sekundentakt etwas zu lachen und zu schmunzeln. Und genau das darf man sich von den gelben Chaoten auch erwarten.

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