"Mir blutet das Herz"

Merkel jammert über AfD-Wahlsieg

Angela Merkel
© Reuters
Altkanzlerin Angela Merkel hat nun den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt als "einfach schockierend" bezeichnet: Bei der Digitalmesse Digital X der Telekom in Köln meinte die frühere CDU-Chefin und Bundeskanzlerin (2005 bis 2021): "Mir als CDU-Mitglied blutet das Herz."
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"Das ist ein Einschnitt, ein wirklicher Einschnitt, den wir in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland erleben", sagte Merkel. Besonders bedenklich findet sie, dass Fakten bei vielen Bürgern kaum noch zählen, berichtet die WELT. Stattdessen würden nur noch Gefühle entscheiden. Als Beispiel nannte sie die Entwicklung in Sachsen-Anhalt: Die Arbeitslosigkeit sei gesunken, der Wohlstand gestiegen. Der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund habe dazu nur gesagt: "Kann sein, aber das wird nicht so gefühlt."

"Zivilisatorische Rückschritte" würden drohen

Merkel warnte: "Man darf nicht zulassen, dass so eine Einstellung mehrheitsfähig wird." Der Fortschritt der Aufklärung sei gewesen, dass sich die Menschen auf Fakten einigen konnten. Übernehme nun das Gefühl die Hoheit und Fakten zählten nicht mehr als das Wichtigste, drohten "zivilisatorische Rückschritte".

Gleichzeitig macht der CDU-Vize in Mecklenburg-Vorpommern, Tino Schomann, Kanzler Friedrich Merz verantwortlich. "Berlin trägt die Hauptverantwortung", sagte der Landrat von Nordwestmecklenburg dem NDR mit Blick auf die CDU-Niederlage.Der Kanzler schüre Ängste und breche Versprechen. "Wir brauchen eine Persönlichkeit, die Empathie, Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit vermittelt. Er hat gezeigt, dass er das nicht kann. Für die Position ist er in meinen Augen ungeeignet, um das Land auch zu einen und die Probleme im Land zu lösen."

Wahlsieger in Sachsen-Anhalt: Ulrich Siegmund (AfD)

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