Sieg gegen Kap Verde

Große Beule: WM-Schock um Lionel Messi

Ein Fußballspieler im argentinischen Trikot spricht in ein Mikrofon bei einer Pressekonferenz.
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Der Superstar bekam das Knie eines Gegenspielers ins Gesicht.
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Titelverteidiger Argentinien hat bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko im Sechzehntelfinale einen ersten Schreckmoment überstanden. Debütant Kap Verde steckte trotz zweimaligen Rückstands nicht auf und ging erst in der Verlängerung mit 2:3 k. o. Nun wartet auf den dreifachen Weltmeister mit Ägypten ein weiterer, wenn auch nicht ganz so krasser Außenseiter. Im Rampenlicht stand einmal mehr Superstar Lionel Messi, der mit seinem 20. Tor bei einer WM glänzte.

Große Beule

Messi verließ gezeichnet vom Abnützungskampf den Rasen, über dem rechten Auge trug er eine Beule davon. Diese hatte sich der 39-Jährige bei einem Sturz gegen das Knie eines Gegenspielers zugezogen.

In seiner Wahlheimat Miami schritt der 39-Jährige nach dem Abpfiff auf gleich vier Spieler der Kapverden zu, um ihnen zum Trost die Hände zu schütteln; und auch als Anerkennung für ein grandioses Turnier. Einige von ihnen weinten hemmungslos. "Wenn man immer sagt, dass es keine leichten Gegner gibt, dann hat es dieser Gegner heute bewiesen", betonte Argentiniens Coach Lionel Scaloni. Das sei "eine großartige Mannschaft. Kap Verde hat heute 200 Prozent gegeben."

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Highlights: Argentinien vs. Kap Verde


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Messi: "Es gibt hier keine Geschenke"

Während der Underdog mit großem Kämpferherz fast die Sensation geschafft hätte, musste sich Argentinien den Vorwurf fast schon aufreizender Nachlässigkeit gefallen lassen. Nach dem 1:0 durch Messi (29.) verabsäumten es die Südamerikaner, nachzusetzen und kassierten nach der neuerlichen Führung durch Lisandro Martinez (92.) in der Verlängerung zum zweiten Mal an diesem Abend den Ausgleich. Erst ein von Cristian Romero erzwungenes Eigentor brachte in der 111. Minute die Entscheidung zugunsten des haushohen Favoriten.

Zwei frühere Weltmeister hatten sich schon vor den Argentiniern die Zähne an den "Blauen Haien" ausgebissen. "Wir wussten, dass das eine sehr starke Mannschaft ist. Sie haben nicht umsonst gegen Spanien und Uruguay nicht verloren", sagte Messi. "Es gibt hier keine Geschenke. Das ist diese WM: Alles ist sehr ausgeglichen." Aber die Botschaft sei: "Auch wenn wir schlecht spielen, kommen wir zurück!" Ähnlich Lisandro Martinez: "Wir wurden auf die Probe gestellt und haben uns durchgesetzt. Die Widerstandsfähigkeit dieser Mannschaft bedeutet: Niemals aufgeben, niemals den Kopf hängen lassen."

Messi das Um und Auf

Messi markierte seinen siebenten Treffer bei dieser Endrunde und baute seine gesamte WM-Ausbeute auf 20 Tore aus. So wie beim aktuellen Turnier liegt der Rekordhalter zwei vor Frankreichs Kylian Mbappe. Und obwohl er gegen Kap Verde auch Chancen vergab, zeigte sich im argentinischen Spiel einmal mehr die Abhängigkeit von seiner Kreativität. Seine Anziehungskraft im Mittelfeld war nur schwer zu übersehen, während sich seine Mitspieler schwertaten, in den Strafraum vorzudringen.

Messi holte immer wieder Freistöße heraus und musste auch bei den Eckbällen für das gewisse Etwas sorgen - mit Erfolg. Martinez profitierte von einer Hereingabe, die ihm am langen Pfosten vor die Füße fiel. Und der Siegtreffer durch Cristian Romero, dessen Kopfball noch abgefälscht wurde, entstand nach einer punktgenauen Messi-Flanke auf den einlaufenden Verteidiger.

Kap Verde vergoss Tränen des Stolzes

Vom dritten Treffer erholten sich die in diesem Turnier bis dahin ungeschlagenen Kap-Verde-Kicker nicht mehr. "Die Spieler haben sich umarmt und geweint. Das zeigt auch, dass die Mannschaft eine Seele hat", sagte ihr Trainer Bubista. "Ich bin sehr stolz auf das, was wir bei diesem Turnier gezeigt haben. Wir haben der Welt unsere Identität gezeigt", sagte Bubista. "Ich kann unserer Mannschaft nur danken für ihre Mühen und für so viel Herz, das sie auf dem Platz gezeigt hat. Wir sind vielleicht ein kleines Land. Aber wir können gegen die besten Mannschaften der Welt spielen."

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