Verworfen

FIFA rudert mit neuer Elfer-Regel zurück

Infantino hat sich's anscheinend anders überlegt.
© GEPA pictures/ Witters/ Tim Groothuis
Mitten in der laufenden Weltmeisterschaft der 48 Teams, die aktuell in der neu eingeführten Runde der letzten 32 steht, hat die FIFA eine geplante Regeländerung für das Elfmeterschießen laut The Athletic kurzfristig wieder verworfen.
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Ursprünglich wollte der Weltfußballverband nach Gesprächen mit dem Regelhüter IFAB (International Football Association Board) den Modus des Münzwurfs anpassen, um die Fairness zu erhöhen.

Mehr Fairness für die Mannschaften

Geplant war, anstelle von zwei Münzwürfen nur noch einen einzigen durchzuführen. Der Gewinner dieses Wurfs hätte entscheiden dürfen, ob sein Team den ersten Elfmeter schießt oder auf welches Tor geschossen wird. Dem Verlierer wäre die verbleibende Option zugefallen. Dies sollte verhindern, dass eine Mannschaft einen potenziellen Doppel-Vorteil erhält – ein Szenario, das unter anderem im WM-Finale 2022 oder auch im jüngsten Champions-League-Finale zwischen Arsenal und PSG auftrat, als Teams bei zwei Würfen das Pech hatten, beide strategischen Vorteile an den Gegner zu verlieren.

Trotz einer grundsätzlichen Offenheit des IFAB für eine künftige Testphase wurde nun jedoch beschlossen, das bisherige System für die restlichen K.o.-Spiele der Weltmeisterschaft beizubehalten. Kommt es im weiteren Turnierverlauf – in dem sich Kanada und Brasilien bereits als erste Teams für das Achtelfinale qualifiziert haben – zu einem Elfmeterschießen, gibt es somit wie gewohnt zwei Würfe. Der erste Wurf bestimmt neutral darüber, welches Team zuerst schießt, und der zweite, der von den Kapitänen angesagt wird, legt die Spielfeldseite fest. Ein Testlauf für den einfachen Münzwurf könnte laut Berichten jedoch in der Zukunft nachgeholt werden.

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