Kontrolle
Deutsche Polizei nimmt Tiroler Schützen 43 Gewehre ab
Am Mittwoch überquerte eine Abordnung von rund 200 Brauchtumshütern nach einer Messe im Salzburger Dom zum 70. Geburtstag von Erzbischof Franz Lackner die Grenze über das "kleine Deutsche Eck" bei Bad Reichenhall. Während der Durchfahrt an der Bundesstraße 21 fiel den deutschen Beamten im Bus ein gewehrähnlicher Gegenstand auf. Die Polizei nahm sofort die Verfolgung auf, überholte den Bus nach etwa zehn Minuten und stoppte ihn bei Bad Reichenhall. Im Fahrzeug saßen die Schützen, die Gewehre teils zwischen den Beinen oder in den Ablagen.
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Keine Erlaubnis für Waffen
Bei der Überprüfung entdeckte die Bundespolizei insgesamt 34 Karabiner der Hersteller Mauser und Mannlicher. Laut Polizeisprecherin Carolin Nowag konnten sich die Personen nicht ausweisen und hatten weder einen europäischen Feuerwaffenpass noch eine gültige Mitnahmerlaubnis dabei. Die historischen Waffen, die scharfe Munition abfeuern könnten, wurden umgehend beschlagnahmt. Gegen die 34 Tiroler Schützen wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Waffengesetz eingeleitet. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde zudem eine Sicherheitsleistung in Höhe von insgesamt 6.800 Euro fällig.
Großes Entsetzen nach Vorfall
Das Entsetzen über die harte Maßnahme ist auf beiden Seiten der Grenze riesig. Der Tiroler Landeskommandant Thomas Saurer erklärte in einer Stellungnahme, dass es bei vergleichbaren Ausrückungen in der Vergangenheit nie Probleme gegeben habe. Er verwies dabei auf das Alpenregionstreffen in Innsbruck sowie auf das Jahr 2024, als rund 4.000 Tiroler Schützen ohne Zwischenfälle zu einem Treffen nach Garmisch gereist waren. Die aktuelle Fahrt endete für die Heimkehrer jedoch abrupt mit der Beschlagnahmung ihrer Traditionskarabiner.
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