Millionen-Projekte

Zwei Mega-Batteriespeicher in Oberösterreich geplant

Luftaufnahme eines Firmengeländes in Bad Goisern mit umliegenden Wäldern und Bergen im Hintergrund.
© Powerlink/Resonac/KK
In Molln im Bezirk Kirchdorf soll Österreichs größter Batteriespeicher entstehen. Die rund 200 Millionen Euro teure Anlage könnte Strom für 100.000 Haushalte speichern. Auch in Bad Goisern ist ein Speicher geplant.
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OÖ. In Oberösterreich sind zwei große Batteriespeicher geplant, die künftig überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energiequellen aufnehmen sollen. Das größte Projekt entsteht möglicherweise in Molln im Bezirk Kirchdorf. Dort plant der US-Konzern ContourGlobal eine Anlage mit einer Speicherkapazität von 1.200 Megawattstunden. Die Investitionskosten werden auf mindestens 200 Millionen Euro geschätzt.

Der Batteriepark soll auf einem rund drei Hektar großen Grundstück des Mollner Bauunternehmers Kurt Bernegger errichtet werden. Mit einer Leistung von 300 Megawatt wäre die Anlage der größte Batteriespeicher Österreichs. Die geplante Speicherkapazität reicht rechnerisch aus, um rund 100.000 Haushalte einen Tag lang mit Strom zu versorgen. Damit könnte das Projekt künftig eine wichtige Rolle bei der Nutzung erneuerbarer Energien spielen.

Fertigstellung frühestens 2029 geplant

Bis zur Inbetriebnahme wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Bauunternehmer Kurt Bernegger rechnet damit, dass die Anlage erst 2029 fertiggestellt werden kann.

Die Gründe dafür liegen vor allem in den umfangreichen technischen Vorbereitungen. Besonders die Anbindung an das Stromnetz stellt eine Herausforderung dar. Auch die benötigten Transformatoren haben längere Lieferzeiten.

Neben der Errichtung des Batterieparks müssen somit die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, damit große Strommengen gespeichert und bei Bedarf wieder ins Netz eingespeist werden können.

Weiterer Batteriespeicher in Bad Goisern geplant

Ein zweites Großprojekt ist in Steeg bei Bad Goisern im Bezirk Gmunden vorgesehen. Dort planen der Graphitelektrodenhersteller Resonac und das Energieunternehmen Powerlink eine gemeinsame Investition von rund 19 Millionen Euro. Die geplante Anlage ist hinsichtlich ihrer Speicherkapazität etwa 15-mal kleiner als das Projekt in Molln. Dafür verfügt der Standort bereits über wichtige technische Voraussetzungen.

Stromleitungen, Transformatoren und der erforderliche Netzanschluss sind auf dem bestehenden Firmengelände vorhanden. Dadurch können zusätzliche Bauarbeiten reduziert und Kosten eingespart werden.

Offene Stromspeicher-Schränke mit vielen Batteriemodulen auf einem Industriegelände.
Der größte Energiespeicher Österreichs soll in Molln entstehen. © Energie AG/Mathias Lauringer/KK

Beide Projekte verfolgen dasselbe Ziel: Sie sollen überschüssige elektrische Energie speichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder bereitstellen. Besonders bei Photovoltaikanlagen entsteht häufig zur Mittagszeit mehr Strom, als unmittelbar benötigt wird. Große Batteriespeicher können diese Energie aufnehmen und beispielsweise in den Abendstunden wieder abgeben.

Auch bei schwankender Stromproduktion durch Windkraftanlagen können solche Speicher helfen, Angebot und Nachfrage besser aufeinander abzustimmen. Die geplanten Anlagen in Molln und Bad Goisern könnten damit einen Beitrag zur Stabilisierung des Stromnetzes leisten und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen erleichtern.

Ob und wann beide Projekte tatsächlich umgesetzt werden, hängt von den weiteren technischen und organisatorischen Vorbereitungen ab. Für den Batteriespeicher in Molln wird derzeit eine Fertigstellung im Jahr 2029 erwartet.

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