Stresstest
Streitthema Stammstrecken-Sperre ab September:
„Die Sperre der Stammstrecke wird zum Stresstest für das gesamte Wiener Öffi-Netz. Die Stadt Wien muss jetzt alles daransetzen, die Auswirkungen abzufedern – mit dichteren Intervallen, konsequenter Ampelpriorisierung und Vorrang für Busse und Straßenbahnen auf den Ausweichrouten", so Heidi Sequenz, Mobilitätssprecherin der Grünen Wien. Verkehrssprecher Kilian Stark vergleicht die Dimension mit einer gleichzeitigen Sperre von Gürtel und Südosttangente und fordert rechtzeitige Ersatzangebote, sonst drohten überfüllte U-Bahnen und massive Qualitätsverluste.
Niederösterreich fordert Shuttles
„Wer täglich aus Korneuburg, Wolkersdorf oder dem Weinviertel in den Süden will oder umgekehrt, hat künftig mit deutlichem Mehraufwand und überfüllten U-Bahnen zu rechnen", sagt Georg Ecker, Verkehrssprecher der Grünen Niederösterreich. Er verlangt zusätzliche Direkt-Shuttles über A22/A23 zum Hauptbahnhof mit Fahrzeiten auf Bahn-Niveau.
Burgenland pocht auf faire Lösungen
„Fast 30.000 Burgenländer pendeln tagtäglich nach Wien. Die notwendige Sanierung darf daher nicht auf ihrem Rücken ausgetragen werden", betont Philip Juranich von den Grünen Burgenland und fordert dichtere Intervalle sowie finanzielle Entlastungen, um eine Rückkehr zum Auto zu verhindern.
Konkrete Forderungen
Expressbusse aus dem Weinviertel und Südosten mit garantierten Fahrzeiten Sofortige Verhandlungen zwischen VOR, ÖBB, Wien und Niederösterreich Taktverdichtung auf U1, U2, U4, U6 sowie Linien O, 18, 62 mit Ampelpriorisierung
Elisabeth Götze, Verkehrssprecherin im Parlamentsklub, bringt es auf den Punkt: „Die Modernisierung ist notwendig und richtig, aber sie darf nicht dazu führen, dass hunderttausende Menschen den öffentlichen Verkehr dauerhaft aufgeben."
Fazit: Drei Bundesländer, eine Forderung – ein Notfallkonzept, das den Namen auch verdient.
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