Übergangsfrist endet

Straf-Welle droht wegen alter Parkscheine

Drei gelbe Parkscheine liegen hinter der Windschutzscheibe eines Autos in Wien.
© APA/ROLAND SCHLAGER
Letzter Aufruf zum Ausmisten im Auto. Ab Mittwoch verlieren die alten Parkscheine ihre Gültigkeit und dürfen nicht mehr verwendet werden. Weil die Stadt eine Umtauschmöglichkeit verweigert, werden die restlichen Bestände nun auf einen Schlag wertlos.
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Wer noch alte Parkscheine in der Schublade oder im Handschuhfach liegen hat, muss jetzt schnell sein. Mit 1. Jänner 2026 hat die Stadt Wien die Parkgebühren auf 1,70 Euro pro halbe Stunde erhöht. Für zuvor erworbene Parkscheine zum alten Tarif wurde eine Übergangsfrist eingeräumt, die jedoch mit 30. Juni endet. Danach verlieren die alten Parkscheine ihre Gültigkeit und dürfen nicht mehr verwendet werden.

Beim Abstellen eines Autos in einem Bezirk, für den kein gültiges Parkpickerl vorliegt, sollte daher rechtzeitig darauf achten, ausschließlich Parkscheine zum aktuellen Tarif zu verwenden. Andernfalls greifen die Parksheriffs unbarmherzig durch und es drohen Verwaltungsstrafen. "Erfahrungsgemäß befinden sich auch nach Ablauf der Übergangsfrist noch alte Parkscheine in Fahrzeugen, Geldbörsen oder Haushalten. Deshalb appellieren wir an die Parkraumüberwachung, in den ersten Wochen nach Fristablauf Augenmaß walten zu lassen und zunächst auf Information und Verwarnungen zu setzen, anstatt sofort Strafen zu verhängen", erklärt Matthias Nagler, ÖAMTC-Verkehrsexperte.

Ärger über fehlende Umtauschmöglichkeit

Besonders sauer stößt dem Mobilitätsclub auf, dass nicht verwendete Parkscheine nach Ablauf der Übergangsfrist faktisch wertlos werden. "Die Stadt Wien verweigert nach wie vor eine unkomplizierte Möglichkeit, alte Parkscheine gegen Aufzahlung auf den aktuellen Tarif umzutauschen. Wer nach Ablauf der Frist noch Restbestände hat, bleibt auf den Kosten sitzen. Das ist aus Konsumentensicht nicht nachvollziehbar", hält Nagler fest.

Der ÖAMTC appelliert daher erneut an die Stadtregierung, die rechtlichen Voraussetzungen für einen Umtausch zu schaffen. "Niemand erwartet, dass alte Parkscheine unbegrenzt gültig bleiben. Es sollte aber möglich sein, den Differenzbetrag aufzuzahlen und vorhandene Parkscheine weiterzuverwenden. Das wäre eine faire und praktikable Lösung für die Betroffenen", so der ÖAMTC-Experte.

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