Hitze-Alarm

So viel Wasser sollten Sie bei über 30 Grad wirklich trinken

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Die Sonne brennt, das Thermometer klettert weit über die 30-Grad-Marke und wir schwitzen bereits beim Nichtstun. Jetzt lautet die oberste Regel: Trinken, trinken, trinken. Doch wie viel Flüssigkeit braucht unser Körper bei dieser extremen Hitze wirklich?
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Steigen die Temperaturen, läuft unser Körper auf Hochtouren. Um nicht zu überhitzen, produziert er jede Menge Schweiß und verliert dabei wertvolle Flüssigkeit. Die Folgen können sich schnell bemerkbar machen: Konzentrationsprobleme, Müdigkeit, Kopfschmerzen und ein spürbarer Leistungsabfall. Deshalb ist es an heißen Tagen besonders wichtig, ausreichend zu trinken. Doch reichen die üblichen zwei Liter am Tag noch aus oder schaden wir uns vielleicht sogar, wenn wir zu viel in uns hineinschütten?

Der normale Bedarf vs. der Hitze-Notstand

Unter normalen Bedingungen lautet die Faustregel: Erwachsene sollten täglich rund 1,5 Liter Flüssigkeit über Getränke zu sich nehmen. Hinzu kommt noch knapp ein weiterer Liter, den wir über feste Nahrung (wie Obst und Gemüse) aufnehmen.

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Doch bei Temperaturen jenseits der 30 Grad ändert sich diese Rechnung gewaltig. Unser Körper fährt sein körpereigenes Kühlsystem hoch. Die Folge: Wir schwitzen. Über die Haut geht dabei massiv Flüssigkeit verloren. Bei großer Hitze oder körperlicher Anstrengung im Freien kann der Flüssigkeitsbedarf um 0,5 bis 1 Liter pro Stunde ansteigen.

Experten raten daher: An heißen Tagen müssen Sie die Trinkmenge deutlich erhöhen. Drei bis vier Liter pro Tag sind jetzt ein guter Richtwert. Wer in der prallen Sonne arbeitet, Sport treibt oder stark schwitzt, kann an Extremtagen sogar bis zu 6 Liter benötigen!

Durst ist ein Notruf, kein Wecker

"Ich trinke erst, wenn ich Durst habe" – dieser Denkfehler kann im Hochsommer schnell zu Kreislaufproblemen führen. Durst ist nämlich kein freundlicher Hinweis Ihres Körpers, sondern bereits ein echtes Warnsignal. Wenn Sie Durst verspüren, mangelt es dem Körper bereits an Wasser und das Blut ist eingedickt. Die ersten Anzeichen für eine Dehydrierung sind:

  • Kopfschmerzen und Schwindel
  • Plötzliche Müdigkeit und Konzentrationsschwäche
  • Ein trockener Mund und dunkel gefärbter Urin

Die ultimativen Durstlöscher

Wasser ist der absolute Alleskönner. Wenn Ihnen das auf Dauer zu langweilig ist, sind ungesüßte Kräuter- und Früchtetees oder Säfte ideal. Der perfekte Mix für Säfte liegt bei 1 Teil Saft auf 3 Teile Wasser. So bringen Sie nicht nur Flüssigkeit, sondern auch durch das Schwitzen verlorene Mineralstoffe wie Natrium oder Magnesium zurück in den Körper.

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Finger weg heißt es dagegen bei eiskalten Drinks (sie regen die Wärmeproduktion des Körpers an), Alkohol und extrem zuckerhaltigen Limonaden. Sie belasten den Kreislauf bei Hitze zusätzlich.

Kann man auch zu viel trinken?

Ja, das ist tatsächlich möglich! Wer aus Panik vor der Hitze riesige Mengen Wasser in kürzester Zeit in sich hineinschüttet, riskiert eine sogenannte "Wasservergiftung" (Hyponatriämie). Dabei wird der Salzhaushalt im Körper lebensgefährlich verdünnt. Ein gesunder Körper und die Nieren können in der Regel nur etwa 0,8 bis 1 Liter Flüssigkeit pro Stunde optimal verarbeiten. Wichtig ist also: Verteilen Sie Ihre Trinkmenge gleichmäßig über den Tag.

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