Vor dem Spiel gegen Deutschland hatte der ARD-Experte den Spielstil der Ivorer pauschal als "afrikanischen Fußball" bezeichnet, der "ein bisschen unorthodox", "wild" und "nicht ganz so von der Taktik geprägt" sei.
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Ivorische Nationaltrainer Faé enttäuscht
Daraufhin zeigte sich der ivorische Nationaltrainer Emerse Faé persönlich tief enttäuscht von dem von ihm eigentlich sehr geschätzten Ex-Weltmeister und bewertete dessen Aussagen als rassistisch. Schweinsteiger wies diese Vorwürfe in einer ARD-Stellungnahme nun deutlich zurück. Er betonte, dass es sich um eine reine Fußballanalyse gehandelt habe und es ihm ausschließlich um den Sport, nicht aber um die Menschen gegangen sei. Es sei keinesfalls seine Absicht gewesen, jemandem zu nahe zu treten. Rückendeckung erhielt er dabei von ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky, der in Schweinsteigers Wortwahl ebenfalls keinerlei Rassismus, sondern lediglich eine fußballerische Einordnung erkennen konnte. Um die Situation zu klären und den Verdacht schnell auszuräumen, regte Balkausky ein direktes Gespräch zwischen Trainer Faé und Schweinsteiger im weiteren Verlauf des Turniers an.
Grundsätzlich sind die Aussagen Schweinsteigers problematisch, wo man den Fußball Afrikas als großen Kontinent mit 54 Staaten nicht einfach so generalisieren kann. Außerdem scheint hinter dem wilden, unorthodoxen und nicht ganz so von Taktik geprägten Fußball doch einiges an Taktik zu stecken. Drei bis sieben afrikanische Mannschaften steigen in die k.o.-Phase auf und behaupteten sich stark gegen Mannschaften wie Portugal, England und Spanien. Schweinsteiger als rassistisch zu bezeichnen, scheint dennoch etwas überzogen.
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