Der Weltverband FIS verschärft die Vorgaben für die Wettkampfanzüge und setzt damit den bisherigen Materialschlachten ein Ende. Künftig müssen sich auch die Top-Nationen deutlich stärker einschränken. Das Ziel: mehr Chancengleichheit und weniger Materialaufwand.
Ab der neuen Weltcup-Saison darf jeder Springer insgesamt nur noch vier Wettkampfanzüge verwenden. Bislang konnten die Athleten ihre Modelle nahezu beliebig oft wechseln. Vor allem die großen Skisprung-Nationen wie Österreich, Deutschland, Norwegen und Slowenien nutzten diese Möglichkeit regelmäßig. Bei wichtigen Bewerben wie der Vierschanzentournee oder Weltmeisterschaften kamen häufig eigens angefertigte neue Anzüge zum Einsatz. Teilweise sollen einzelne Springer innerhalb einer Saison sogar auf eine zweistellige Anzahl gekommen sein.
Auch interessant
Strengere Vorgaben
Damit ist nun Schluss. Zusätzlich gelten strengere Vorgaben für die einzelnen Weltcup-Wochenenden: Pro Station sind maximal zwei Anzüge erlaubt. Außerdem muss ein Springer bereits in der Qualifikation mit jenem Modell antreten, das er anschließend auch im Wettkampf verwendet. Ein Wechsel zwischen den beiden Bewerbsphasen ist somit nicht mehr möglich.
Die FIS will mit den neuen Bestimmungen nicht nur die Kosten reduzieren, sondern auch für fairere Bedingungen sorgen. Ein Wettkampfanzug kostet mehrere hundert Euro. Zudem verändert sich das Material mit der Zeit: Es verliert an Steifigkeit, was sich auch auf die Flugeigenschaften auswirken kann. Wer ständig auf neue Modelle zurückgreifen kann, hatte bislang einen entsprechenden Vorteil.
Der Weltcup startet am 20. November im norwegischen Lillehammer. Mit der Vierschanzentournee ab 28. Dezember und der Nordischen Ski-WM im Februar stehen bereits die nächsten Höhepunkte bevor. Die neue Anzug-Regel dürfte dabei von Beginn an für Gesprächsstoff sorgen.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden