Neuer UN-Report

Putin sendet Afrikaner als Kanonenfutter in den Ukraine-Krieg

Ein Mann im Anzug sitzt an einem Tisch, im Hintergrund eine russische Flagge.
© APA/AFP/POOL/MIKHAIL METZEL
Russland sucht mittlerweile in 29 Ländern aktiv nach neuen Söldnern, um sie in den Krieg gegen die Ukraine einzusetzen. Die meisten davon kommen aus Afrika, wie nun die Nachrichtenagenturen "Bloomberg" und "RBC" übereinstimmend unter Berufung auf ukrainische Geheimdienstinformationen berichten.
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Russland soll vor allem auf Menschen aus ärmeren afrikanischen Ländern abgesehen haben. Allein in den letzten neun Monaten wurden knapp 700 Männer aus Burundi angelockt. Im gesamten Jahr 2025 waren es laut dem Bericht nur 30 Männer. Aus Simbabwe sollen dieses Jahr schon 530 Männer für Russland kämpfen. Im Vorjahr waren es noch 30. In anderen afrikanischen Ländern steigt die Zahl ebenfalls.

Auch die UN-Untersuchungskommission zur Ukraine meldet sich und erhebt schwere Vorwürfe gegen Russland. Sie erklären, dass russische Behörden die Menschen aus den 29 afrikanischen Ländern täuschten oder verschleppten und sie in ihre Armee gezwungen haben. Laut dem UN-Bericht werden die Afrikaner bei Angriffen und Vorstoßversuchen an der Front eingesetzt. Bei diesen Vorgehen sind die Verluste extrem hoch. Zudem wirft die UN-Kommission Russland vor, dass die systematischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur Kriegsverbrechen seien.

Falsche Versprechen

Die Ukraine soll bisher rund 46.000 ausländische Rekruten aus 151 Staaten identifiziert haben, die mit Russland Verträge unterzeichnet haben. Darunter sollen sich rund 5.500 Afrikaner befinden. Wie "Bloomberg" berichtet, wurden die Männer mit falschen Versprechen nach Russland gelockt. Ihnen wurde Arbeit etwa in der Gastronomie versprochen. Anderen wurden hohe Zahlungen und die Aussicht auf einen russischen Pass angeboten.

Die Nachrichtenagentur "AFP" berichtet über einen bestimmten Fall. Daniel Nchama (22) kommt aus Äquatorialguinea und wurde mit Bodyguard-Jobs nach Russland gelockt. Stattdessen landete der Student an der Front in der Ukraine. Gegenüber der Agentur berichtete er: "Von 566 Rekruten waren am Ende nur drei von uns übrig." Wenn sich jemand weigerte, dem wurde von Putins Schergen Haft, Schläge und sogar der Tod gedroht, so die UN.

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