Ganz Wien hat den Blues. Und den Rock. Und den Reggae. Und den Jazz. Und den Groove. Zumindest, wenn es nach Peter Cornelius geht. Der große Unbequeme des Austropop zündete am Donnerstag das erste von drei ausverkauften Stadthallenkonzerten und riss dabei 2.200 Besucher zu Ovationen hin. Und das nicht nur dank ewigen Mitsing-Hits wie "Segel im Wind", "Süchtig" („Ein Titel, von dem mir meine Plattenfirma abgeraten hat“) und natürlich "Du entschuldige i kenn di", sondern wegen exquisiten Gitarrenspiels. Und das gleich auf mannigfaltigster Gerätschaft. Von der Flying V, auf der er mit "Zeitlos" den grandiosen Konzertabend eröffnete, über die Firebird bis zur Rickenbacker. Ganze neun Stück (!) kamen in der Stadthalle zum Einsatz.
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Dazu lieferte der "Jimi Hendrix des Austropop", begleitet von dreiköpfiger Band rund um Bass-Virtuoso Willi Langer und stimmiger Lightshow, ein musikalisches Potpourri, das die auch schon 73-jährige Erfolgskarriere widerspiegelte: Von Pop-Schlager („Der Kaffee is fertig“) über eindringliche Lebensweisheiten („Die unbequemen Freund“) oder den Publikums-Sing-a-long "Du gibst nie wieder auf" bis zu L’Amour-Hatschern wie "Streicheleinheiten". Dazu gab‘s den 1973er Debüt-Hit "Die Wolk‘n" in einer coolen Louisiana-Version.
Bei "Reif für die Insel" („Ein Zitat, das mich mit Sicherheit überleben wird!“) kannte die Menge dann kein Halten mehr und stürmte in Richtung Bühne. Ein großer Konzertabend, der mit der von unzähligen Handykameras festgehaltenen Hymne "Du entschuldige i kenn di" sein Grande Finale fand und Peter Cornelius auf eine Legendenstufe mit Wolfgang Ambros, Rainhard Fendrich und Gert Steinbäcker stellte. Am Freitag und Samstag gibt‘s die Wien-Zugabe.
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