Fäkalien im Wasser
Olympia-Stars nach Schwimm-Weltcup schwer erkrankt
Beim Weltcup-Finale im Freiwasser-Schwimmen im portugiesischen Setúbal südlich von Lissabon kam es zu einem medizinischen Notfall.
Zahlreiche Athletinnen erkrankten nach den absolvierten 10 Kilometern im Fluss Sado schwer. Bundestrainer Bernd Berkhahn bestätigte die massiven Probleme und kritisierte die Kontrollen vor Ort scharf, da die Wasserqualität nur bis 48 Stunden vor dem Wettkampf gemessen wurde. Direkt neben der Wettkampfstrecke kreuzten riesige Containerfrachter, deren Besatzungen laut Berkhahn ihre Toiletten und Abfälle direkt ins Meer leiten.
Stars erheben schwere Vorwürfe
Die betroffenen Sportlerinnen machen ihrem Ärger nun in den sozialen Medien Luft und fordern Konsequenzen vom Veranstalter World Aquatics. Die italienische Olympia-Bronze-Gewinnerin Ginevra Taddeucci schilderte auf Instagram, dass sie sich eine ganze Nacht lang auf dem Boden liegend übergeben musste. Auch die Französin Ines Delacroix erwischte es schwer. Sie leide seit Montag ununterbrochen an hohem Fieber und Erbrechen, obwohl sie sich im Vorfeld mit Probiotika auf die Bedingungen in Portugal vorbereitet hatte.
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Sorge vor der Europameisterschaft
Deutschlands Freiwasser-Superstar Florian Wellbrock forderte via Instagram ebenfalls ein radikales Umdenken bei der Wahl der Wettkampforte. Die Kritik ist besonders brisant, da World Aquatics Setúbal gerade erst für weitere vier Jahre als Weltcup-Standort bestätigt hat.
Bundestrainer Berkhahn blickt nun mit großer Sorge auf die kommende Schwimm-EM in Paris, die vom 31. Juli bis 16. August stattfindet. Dort sollen die Freiwasser-Wettbewerbe erneut in der Seine ausgetragen werden, was bei den Athletinnen kurz vor dem internationalen Höhepunkt massive Ängste schürt.
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