Formel 1

Kostet Streit Ferrari Millionen?

Lange Gesichter bei Hamilton, Leclerc und Teamchef Vassuer (r.).
© NurPhoto via Getty Images
Kimi Antonelli steht seit letztem Sonntag als Formel-1-Weltmeister fest - jetzt möchte Mercedes die Konstrukteurs-WM eintüten.
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Nach dem fixierten Fahrer-WM-Titel will sich Mercedes am Sonntag in Sao Paulo (18 Uhr/ORF1 live) erstmals seit 2021 auch die lukrative Team-Wertung sichern. Die Rechnung ist einfach: Wenn die Silberpfeile den Vorsprung gegenüber Verfolger Ferrari um drei Punkte ausbauen, können sie in den letzten drei Rennen in Las Vegas (21.11.), Katar (29.11.) und Abu Dhabi (6.12./falls dort trotz Nahost-Krise überhaupt gefahren wird) auch rechnerisch nicht mehr eingeholt werden.

Leclerc flüchtete zur Geburt seiner Tochter

Dass die Silberpfeile vier Rennen vor Schluss noch immer 126 Punkte vorn sind, haben sie auch dem teaminternen Ferrari-Wirbel zu verdanken. Anstatt in Mexico City einen Doppelsieg einzufahren, der laut Sky-Experte Ralf Schumacher locker möglich gewesen wäre, hat Charles Leclerc seinen Teamkollegen Lewis Hamilton nach dem Start abgeschossen. Obwohl die beiden noch die Plätze 2 (Hamilton) und 4 (Leclerc) retten konnten, hat sich Red Bull mit Mexiko-Sieger Max Verstappen auf Platz zwei verbessert und dabei den Rückstand gegenüber Ferrari auf 122 Punkte reduziert. Tatsächlich machen sich die formstarken Bullen jetzt sogar noch Minihoffnungen auf den Vize-WM-Titel, der ein Prämien-Plus von 10 Millionen (gegenüber Platz 3) bedeuten würde.

Die Szene, über die auch Tage danach die Gemüter erhitzt: Gleich nach dem Start in Mexiko versucht sich Leclerc an Hamilton vorbei zu quetschen und drängt seinen Teamkollegen dabei von der Strecke.
Die Szene, über die auch Tage danach die Gemüter erhitzt: Gleich nach dem Start in Mexiko versucht sich Leclerc an Hamilton vorbei zu quetschen und drängt seinen Teamkollegen dabei von der Strecke. © IMAGO/PsnewZ

Bei Ferrari brennt der Hut. Während sich Leclerc nach dem Mexiko-GP schnellstmöglich auf den Weg Richtung Monaco machte, wo seine Ehefrau Alexandra am Dienstag Tochter Bianca zur Welt brachte, gab ihm Hamilton eine böse Nachred mit. "Der Kerl ist 29 Jahre alt, also glaube ich nicht, dass es am Alter liegt", beklagte sich der Rekord-Weltmeister über die rücksichtslose Fahrweise seines Teamkollegen. "Ich glaube, es ist eine Frage der Mentalität."

Was Leclerc dazu zu sagen hat, wissen wir noch nicht - beim Medien-Donnerstag fehlte der Monegasse, auch das erste freie Training am Freitag (16.30 Uhr/ServusTV live) darf er noch auslassen. Da kann der schwedische Nachwuchspilot Dino Beganovic (22) aus der Ferrari-Nachwuchsakademie zeigen, was er drauf hat.

Vor dem Brasilien-GP am Sonntag (18 Uhr/ServusTV live) mahnt Ferrari-Teamchef Fred Vasseur Jungpapa Leclerc und Routinier Hamilton zur Raison: "Nachdem, was in Mexiko passiert ist, erwarte ich mir mehr Respekt für die Marke, das Team und für die zweitausend Menschen, die für uns zu Hause arbeiten und einen unglaublichen Einsatz zeigen, indem sie Tag und Nacht in der Fabrik sind." Papafreuden hin, Attacke her - Lecerc muss sich auf eine Kopfwäsche einstellen. Vasseur: "Wir werden innerhalb des Teams über das Geschehene diskutieren und sicherstellen, dass für die Zukunft alles klar ist."

Damit im Kampf um die

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