Armee sammelt sich

"Können in zehn Minuten erledigen": Trump droht dem Iran

Ein Mann im Anzug spricht bei einer Halloween-Party mit Pressevertretern, umgeben von Menschen.
© APA/AFP/BRENDAN SMIALOWSKI
Wird US-Präsident Donald Trump (80) nach den US-Zwischenwahlen am Dienstag einen neuen Angriff auf den Iran starten? Der 80-Jährige sendet neue Drohungen gegen das Regime in Teheran und sammelt gleichzeitig eine riesige Armada zusammen, die innerhalb kurzer Zeit zuschlagen könne.
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"Wir haben ihr Atomprogramm ausgeschaltet. Wir müssen uns noch um, ich würde sagen, ein oder zwei Anlagen kümmern, aber das können wir in zehn Minuten erledigen", sagte Trump am Samstag vor Journalisten auf seinem Anwesen Mar-a-Lago im US-Staat Florida. Konkret nannte Trump den Berg Kolang, auch als "Pickaxe Mountain" bekannt, unter dem ein iranischer Atomkomplex vermutet wird.

"Man könnte sich wahrscheinlich den Pickaxe Mountain ansehen, und darum muss man sich kümmern", sagte Trump. Der Berg - dessen englischer Name so viel bedeutet wie "Spitzhacken-Berg" - liegt in der Provinz Isfahan rund 200 Kilometer südlich von Teheran nahe der Atomanlage Natanz. Die iranische Regierung bestreitet, dass dort Arbeiten an einem Atomprogramm stattfinden.

Trump: Keine Eile

Trump erklärte zugleich, die USA hätten es mit weiteren Angriffen nicht eilig. Die Gespräche über ein Ende des Iran-Krieges liefen "gut", allerdings seien die Iraner "nicht sehr zuverlässig". US-Außenminister Marco Rubio hatte zuvor erklärt, Trump habe über neue Angriffe noch nicht entschieden. Die USA seien offen für eine diplomatische Lösung.

Irans Außenminister Abbas Araqchi hatte am Samstag erklärt, derzeit seien keine Treffen mit US-Vertretern geplant. Konsultationen über Vermittler liefen jedoch weiter. Irans Oberster Führer Mojtaba Khamenei warnte vor neuen Angriffen und drohte mit einer "sofortigen, wirkungsvollen und geografisch uneingeschränkten Antwort".

"Ein möglicher künftiger Krieg könnte länger dauern als der vorherige Konflikt", erklärte Armeesprecher Mohammed Akraminia am Sonntag nach Angaben des staatlichen Fernsehens. Außerdem wäre Trump "nicht in der Lage, den Zeitpunkt oder die Bedingungen seines Endes zu diktieren", fügte Akraminia hinzu. Irans Verteidigungsminister Mehrdad Akhlaqi Ketabchi kündigte am Sonntag eine "verhältnismäßige, entschlossene und wirkungsvolle Antwort" auf jeden Angriff auf den Iran an, wie das Staatsfernsehen berichtete. "Diejenigen, die Drohungen aussprechen, werden nicht das Ausmaß, den Zeitpunkt oder die Folgen der defensiven Reaktion des Iran diktieren", fügte er hinzu.

Kriegszustand seit Februar

Der Iran-Krieg hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels begonnen. Nach dem Scheitern einer Vereinbarung im Juni waren die diplomatischen Bemühungen ins Stocken geraten.

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