ORF-Beitrag

"Ganz sicher nicht" - Kickl attackiert Armin Wolf

Ein Mann spricht gestikulierend an einem Rednerpult im Parlamentssaal.
© APA/HELMUT FOHRINGER
Armin Wolf über ORF-Beitrag: "Leute müssten applaudieren"
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FPÖ-Chef Herbert Kickl übt heftige Kritik an ZiB2-Moderator Armin Wolf. Auslöser ist eine Aussage des Journalisten zum neuen ORF-Beitrag. Bei einer Veranstaltung der "Datum"-Stiftung in der Wiener Urania hatte Wolf gemeint, angesichts der gesunkenen Kosten müssten "die allermeisten Leute applaudieren jeden Tag".

Diese Äußerung stößt Kickl sauer auf. In einem Beitrag auf Facebook widerspricht der FPÖ-Chef deutlich: "Nein, Herr Wolf! Ganz sicher nicht!" Niemand müsse wegen der verpflichtenden ORF-Haushaltsabgabe in Jubelstimmung ausbrechen. Stattdessen hätten die Menschen jedes Recht, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und seine Finanzierung zu kritisieren.

Facebook-Post von Herbert Kickl mit Kritik an der ORF-Gebühr und Aufruf zum ORF-Volksbegehren.
© FB

Wirbel um ORF-Beitrag

Kickl bezeichnet den ORF als aufgeblähten Apparat und wirft ihm politische Schlagseite vor. Der Sender sei aus seiner Sicht zu einem medialen Machtinstrument der Regierungsparteien geworden. Von unabhängiger und ausgewogener Berichterstattung könne häufig keine Rede sein. Diese Vorwürfe sind Teil der politischen Auseinandersetzung um die Rolle und Finanzierung des ORF.

Ein Mann im Anzug spricht gestikulierend bei einer Veranstaltung mit hellem Hintergrund.
Armin Wolf © APA/GEORG HOCHMUTH

Wolf hatte bei seinem Auftritt darauf hingewiesen, dass die monatlichen Kosten in Wien von früher 28,60 Euro GIS-Gebühr auf nun 15,30 Euro gesunken seien. Das entspreche einer Reduktion um rund 40 Prozent. In einigen Bundesländern kommen allerdings weiterhin Landesabgaben hinzu.

Kickl fordert eine grundlegende Reform des ORF und wirbt für das ORF-Volksbegehren. Dieses richtet sich gegen die verpflichtende Haushaltsabgabe. Akzeptanz müsse sich der Sender durch Qualität, Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit verdienen, so der FPÖ-Chef.

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