Schlagerstar

G. G. Anderson: So reich macht ihn Roland Kaiser

Ein älterer Mann in weiß-blau gemustertem Blazer steht lächelnd auf einem gepflasterten Weg im Freien.
© Getty Images
Schlager-Ikone G. G. Anderson muss sich um seine Finanzen keine Sorgen machen und spricht nun überraschend offen über seine enormen Einnahmen durch Musikrechte. Besonders die Hits, die er einst für Schlagerkollege Roland Kaiser komponierte, spülen Jahr für Jahr ein kleines Vermögen auf sein Bankkonto.
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In der Schlagerbranche gilt G. G. Anderson seit Jahrzehnten als einer der produktivsten Köpfe. Über 1.000 Songs hat der Musiker im Laufe seiner langen und erfolgreichen Karriere verfasst, sowohl für eigene Auftritte als auch für zahlreiche Kollegen der Branche. In einem offenen Interview mit merkur.de legte der Komponist nun seine finanziellen Verhältnisse dar und überraschte mit konkreten Summen. Er wolle keineswegs prahlen, stellte Anderson klar, doch seine jährlichen Einnahmen über die Verwertungsgesellschaft GEMA liegen nach wie vor verlässlich zwischen 150.000 und 200.000 Euro.

Die Tantiemen aus der weltweiten und nationalen Verwertung seiner musikalischen Werke bilden das solide Fundament seines heutigen Wohlstands. Zwar seien die Beträge früher zeitweise sogar noch deutlich höher ausgefallen, dennoch reicht der stetige Geldfluss locker aus, um sorgenfrei in die Zukunft zu blicken. Anderson betonte ausdrücklich, dass auch seine Ehefrau für die kommenden Jahre bestens abgesichert sei.

Goldgrube Roland Kaiser trotz Funkstille

Eine ganz besondere Rolle bei diesen verlässlichen Einnahmen spielt ausgerechnet Kollege Roland Kaiser, zu dem Anderson seit längerer Zeit eigentlich keinen persönlichen Kontakt mehr pflegt. Trotz der herrschenden Eiszeit zwischen den beiden Schlagerstars profitiert der Komponist massiv von den gigantischen Tourneen des Sängers. Wenn Kaiser vor Zehntausenden Menschen in ausverkauften Arenen Meilensteine wie "Schach Matt" oder "Lieb mich ein letztes Mal" anstimmt, klingelt bei Anderson die Kasse. In dem Gespräch verdeutlichte er diesen lukrativen Mechanismus und erklärte, wie enorm sich die sogenannte Kapellen-GEMA summiert, sobald diese Klassiker live auf den größten Bühnen zelebriert werden.

Autobiografie und Pläne für Abschiedstournee

Neben den finanziellen Offenbarungen sprach der Künstler auch ausführlich über seine berufliche Zukunft und aktuelle Projekte. Vor wenigen Monaten brachte er seine persönliche Autobiografie unter dem Titel "Sonntagskind" auf den Markt, nachdem er das Vorhaben zuvor jahrelang vor sich hergeschoben hatte. Erst ein runder Geburtstag habe ihm den finalen Ruck gegeben, das Buchprojekt anzupacken. Untätig bleibt der Schlagerstar auch musikalisch keineswegs, denn neue Lieder sind bereits in Vorbereitung.

Für den Herbst 2027 kündigte Anderson zudem eine Abschiedstournee an, wenngleich er den Abschiedsbegriff mit einem Augenzwinkern betrachtet. Viele Kollegen hätten ihre Bühnenabschiede schließlich über etliche Jahre zelebriert. Solange niemand im Publikum rufe, dass er endlich aufhören solle, werde er weiter voller Leidenschaft auf der Bühne stehen.

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Harsche Abrechnung mit der TV-Branche

Deutlich ungemütlicher wurde der Sänger beim Blick auf die Entwicklung des Fernsehens. Für das kürzliche Aus der traditionsreichen Sonntagssendung "Immer wieder sonntags", die Anfang September zum letzten Mal ausgestrahlt wurde, fand Anderson deutliche Worte. Den Schritt der Programmverantwortlichen bezeichnete er unverblümt als absoluten Schwachsinn. Für ihn verliert die Unterhaltungsbranche damit ein wichtiges Aushängeschild der Schlagerszene.

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