Nichts geht mehr

Frust-Stillstand bei March-Fähre

Geschlossene Schranke blockiert Zufahrt zu einer stehenden Autofähre an einem Flussufer.
© ORF
Die March-Fähre in Angern (Bezirk Gänserndorf) steht einmal mehr still – und sorgt bei Pendlern und Winzern für blanke Nervosität.
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Grund ist diesmal Niedrigwasser: Nur 69 Zentimeter zeigt der Pegel auf österreichischer Seite, nötig wären 85. Auf slowakischer Seite sieht es mit 22 statt 50 Zentimetern noch dramatischer aus.

Umweg von über 100 Kilometern

Für Winzer Gerhard Küssler aus Grub an der March ist die Sperre existenziell: Seine fünf slowakischen Mitarbeiter brauchen mit der Fähre nur fünf Minuten zur Arbeit, ohne sie werden daraus rund 50 Minuten und ein Umweg von mehr als 100 Kilometern. Täglich queren 700 bis 800 Fahrzeuge die March mit der Fähre, die einzige Brücke weit und breit liegt 30 Kilometer entfernt in Hohenau.

Bürgermeister setzt auf Brücke

Bürgermeister Robert Meißl (SPÖ) verweist auf eine Volksbefragung aus 2014, die einen Brückenstandort südlich von Angern festlegte. Bislang scheiterte das Projekt an den Kosten: "Die Gemeinde baut keine Brücken. Brücken baut das Land oder die EU." Verhandlungen mit dem Land liegen bereits zwei Jahre zurück, sollen aber wieder aufgenommen werden.

Fazit: Solange der Pegel nicht steigt, bleibt Angern von der Slowakei abgeschnitten.

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