Geld

Experte verrät: "So spart man am besten"

© HYPO NOE / Bollwein
Matthias Förster, Bereichsleiter Privatkundinnen und -kunden der HYPO NOE, zeigt im oe24-Interview offen über Geld, Sparen, Notgroschen und Vermögensbildung.
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Beim Thema Geld, Sparen und Vermögensbildung gibt es einiges zu beachten, sagt der HYPO NOE-Experte. Am wichtigsten ist beim Sparen: "Fangen Sie an".

oe24: Wie spart man am besten?

Matthias Förster: Der wichtigste Schritt ist, überhaupt anzufangen. Viele Menschen glauben, dass Sparen erst mit großen Beträgen sinnvoll ist. Das stimmt nicht. Wer regelmäßig auch kleinere Summen zur Seite legt, schafft sich langfristig finanziellen Spielraum. Entscheidend ist außerdem, ein Sparziel vor Augen zu haben. Ob Notgroschen, Urlaub, Eigenheim oder Altersvorsorge: Wer weiß, wofür er oder sie spart, bleibt meist konsequenter dabei.

“Ob Führerschein, Ausbildung, Studium oder erste Wohnung: Wer rechtzeitig spart, schafft seinem Kind später mehr Möglichkeiten und finanzielle Unabhängigkeit.”

Matthias Förster, Bereichsleiter Privatkundinnen und -kunden der HYPO NOE

oe24: Welche Möglichkeiten gibt es dafür?

Förster: Für kurzfristige Rücklagen eignen sich täglich verfügbare Sparkonten oder Festgelder. Wer mittel- bis langfristig Vermögen schaffen möchte, kann über Veranlagungen in Wertpapiere oder Versicherungsprodukte nachdenken. Wichtig ist die Mischung.

Wie viel Geld benötige ich täglich verfügbar, wie viel Geld kann ich langfristig binden? Deshalb empfehlen wir, die persönliche Lebenssituation, Ziele und den Anlagehorizont zu berücksichtigen und die Sparformen zu kombinieren.

oe24: Wie unterstützt die HYPO NOE Kundinnen und Kunden, die sparen wollen?

Förster: Bei uns steht die persönliche Beratung im Mittelpunkt. Jede finanzielle Situation ist anders, deshalb gibt es auch keine Standardlösung. Gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden analysieren wir ihre Ziele und entwickeln daraus eine individuelle Strategie, die zur ihrer Lebenssituation passt.

oe24: Lohnt sich Sparen in Zeiten der hohen Inflation überhaupt noch?

Förster: Auf jeden Fall! Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zeigt sich, wie wichtig finanzielle Reserven sind. Ein Notgroschen schützt bei unerwarteten Ausgaben und verhindert, dass man in schwierigen Situationen überstürzte finanzielle Entscheidungen treffen muss – und das vielleicht nur, weil die kaputte Waschmaschine ersetzt werden muss.

Gleichzeitig sollte man sich bewusst sein, dass größere Geldbeträge auf Dauer nicht ausschließlich auf einem Sparkonto liegen sollten. Inflation verringert langfristig die Kaufkraft. Deshalb macht es Sinn, je nach Zielsetzung unterschiedliche Spar- und Veranlagungsformen zu kombinieren. Kurzfristige Liquidität und langfristiger Vermögensaufbau schließen einander nicht aus, sondern ergänzen sich.

Was gilt es zu beachten, wenn man ein Vermögen aufbauen möchte?

Vermögensaufbau ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Der wichtigste Faktor ist die Zeit. Zunächst sollte ein finanzieller Polster vorhanden sein. Als Orientierung empfehlen wir Rücklagen in Höhe von drei bis fünf Monatsnettogehältern auf einem täglich verfügbaren Sparkonto.

Was würden Sie Eltern raten, die für ihre Kinder vorsorgen möchten?

Möglichst früh zu beginnen. Schon kleine monatliche Beträge können über viele Jahre zu einer beachtlichen Summe anwachsen. Darüber hinaus hat das gemeinsame Sparen eine wichtige pädagogische Wirkung. Kinder lernen dabei den Umgang mit Geld, den Wert von Konsumgütern und den Nutzen von langfristiger Planung. Eltern sollten ihren Kindern vorleben, dass Sparen nichts mit Verzicht zu tun hat, sondern mit dem Erreichen von Zielen. Ob Führerschein, Ausbildung, Studium oder erste Wohnung: Wer rechtzeitig spart, schafft seinem Kind später mehr Möglichkeiten und finanzielle Unabhängigkeit.

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