Wer auf antikes Flair, jahrtausendealte Geschichte und atemberaubende Architektur nicht verzichten möchte, sich aber nach entspannteren Gassen und schonenderen Preisen sehnt, sollte jetzt gut aufpassen. Wir präsentieren Ihnen fünf europäische Geheimtipps, die Rom in nichts nachstehen und dabei Ihren Geldbeutel ordentlich schonen.
Pula, Kroatien
Das kroatische Juwel auf der Halbinsel Istrien wird oft als das "Rom des Balkans" bezeichnet. Das absolute Highlight ist die Arena von Pula, das sechstgrößte römische Amphitheater der Antike. Es sieht dem römischen Original verblüffend ähnlich und ist fantastisch erhalten. Der Eintritt kostet hier jedoch nur einen Bruchteil. Die charmante Altstadt, der prächtige Augustus-Tempel und der Triumphbogen der Sergier lassen sich wunderbar bei einem Eis zu Fuß erkunden. Das Highlight: Die kroatische Küste mit ihren traumhaften Buchten gibt es als Kulisse gratis dazu.
Lecce, Italien
Lecce in der süditalienischen Region Apulien ist in erster Linie für seinen atemberaubenden Barock bekannt. Doch mitten auf dem zentralen Platz der Stadt, der Piazza Sant'Oronzo, blicken Sie plötzlich hinab in ein perfekt erhaltenes römisches Amphitheater, in dem früher bis zu 25.000 Menschen Platz fanden. Während Sie in Rom rund ums Pantheon fast nirgends einen freien Tisch finden, können Sie in Lecce bei einem typischen Pasticciotto (einem köstlichen Pudding-Gebäck) ganz entspannt das antike Panorama genießen und das zu echten, süditalienischen Preisen.
Perugia, Italien
Perugia liegt malerisch auf einem Hügel und ist eine Stadt der historischen Schichten. Hier treffen Sie nicht nur auf die Fußabdrücke der Römer, sondern auch auf die ihrer Vorgänger: die Etrusker. Ein absolutes Muss ist der riesige Arco Etrusco (Etruskischer Bogen), der später von Kaiser Augustus umgebaut wurde. Das Beste an Perugia? Da es eine der renommiertesten Universitätsstädte Italiens ist, pulsiert hier das junge italienische Leben. Das hält die Preise für Pizza, Pasta und Aperitivo erfreulich niedrig und die Stimmung auf den abendlichen Piazze besonders hoch.
Salerno, Italien
Wer nach Kampanien reist, landet oft in Neapel oder in den sündhaft teuren Orten der Amalfiküste. Salerno hingegen, das gerne mal übersehen wird, ist ein echter Geheimtipp für Geschichts- und Genussmenschen. Die malerische Hafenstadt, die einst von den Römern gegründet wurde, besticht durch eine authentische Altstadt mit kleinen verwinkelten Gassen. Wandern Sie hoch zum Castello di Arechi für einen Panoramablick über den Golf von Salerno, oder flanieren Sie durch den Giardino della Minerva, Europas ältesten botanischen Garten, der auf die legendäre Medizinschule von Salerno aus dem Mittelalter zurückgeht. Am breiten Stadtstrand und auf der kilometerlangen, palmengesäumten Uferpromenade ist das Dolce Vita deutlich günstiger als nebenan in Amalfi.
Matera, Italien
Wer in Rom das Gefühl liebt, durch ein Freilichtmuseum zu laufen, wird bei Matera sprachlos sein. Die Stadt gilt als eine der ältesten kontinuierlich bewohnten Siedlungen der Welt, mit Wurzeln bis in die Jungsteinzeit. Die berühmten Sassi, ein Labyrinth aus uralten, direkt in den Fels geschlagenen Höhlenwohnungen und Felsenkirchen, gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Matera wirkt so antik, dass Hollywood die Stadt oft als Kulisse für große Epen nutzt. Wenn die Sonne untergeht und die tausenden kleinen Lichter der Sassi aufleuchten, fühlen Sie sich wie in einer anderen Zeit. Ein magischer Ort, der preislich und vom Gedränge her eine äußerst lohnenswerte Alternative zur Metropole Rom darstellt.
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