Blackout in Salzburg

Brand in Trafostation: Stromausfall legt Tausende Haushalte lahm

Mehrere Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettung vor einem Trafohaus bei Nacht.
© Vogl Perspektive
Ein folgenschwerer Zwischenfall in der Energieinfrastruktur hat am späten Nachmittag weite Teile im Salzburger Zentralraum lahmgelegt. Nach dem Ausbruch eines Brandes in einer Trafostation in Elsbethen kam es zu einem massiven Stromausfall, von dem Tausende Haushalte im Süden der Landeshauptstadt sowie im nördlichen Tennengau betroffen waren.
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Der Stromausfall setzte am späten Nachmittag um Punkt 17.30 Uhr schlagartig ein und sorgte für erhebliche Beeinträchtigungen im Feierabendverkehr und im alltäglichen Leben. Betroffen waren neben Elsbethen auch die angrenzenden Gemeinden und Ortschaften. Michael Frostel, Leiter der Konzernkommunikation der Salzburg AG, bestätigte die gravierenden Ausfälle gegenüber den "Salzburger Nachrichten".

Zur aktuellen Lage hielt Frostel fest: "Zurzeit (Stand 18.50 Uhr) sind noch rund 2000 Kundinnen und Kunden vom Netz." Die Einsatzkräfte und Techniker des Landesenergieversorgers arbeiten seither unter Hochdruck daran, das Stromnetz im betroffenen Gebiet wieder zu stabilisieren und die Haushalte schrittweise zuzuschalten.

Wohnhaus bei Nacht mit rotem Licht, Bäumen und Verkehrsschildern, darunter "30 Zone".
Mehrere Gebäude hatten keinen Strom mehr. © Vogl Perspektive

Feuer in Trafostation als Auslöser identifiziert

Als Ursache für den plötzlichen Zusammenbruch der Stromversorgung gilt nach ersten Erkenntnissen ein Brand in einer Trafostation auf dem Gemeindegebiet von Elsbethen. Die alarmierten Feuerwehren konnten den Brandherd rasch unter Kontrolle bringen und das Feuer vollständig löschen.

Ortsschild von Elsbethen bei Nacht mit Hinweis "Klimabündnis Gemeinde" darunter.
In Elsbethen brannte eine Trafostation © Vogl Perspektive

Die genaue Ursache für das Ausbrechen des Brandes ist derzeit allerdings noch vollkommen unklar und Gegenstand laufender Untersuchungen. Wann die Stromversorgung für sämtliche der rund 2.000 noch immer abgeschnittenen Haushalte wieder lückenlos hergestellt werden kann, sei laut Frostel im Moment noch nicht verlässlich abzusehen.

Die betroffenen Regionen im Überblick

Die Auswirkungen der Störung erstreckten sich über mehrere Gemeinden im Flachgau und im angrenzenden Tennengau:

  • Aktuell unversorgt: Teile von Elsbethen, Glasenbach, Anif, Wimberg und Gaißau sind weiterhin ohne elektrische Energie.
  • Kurzzeitige Ausfälle im Stadtgebiet: Zu Beginn des Zwischenfalls saßen auch Teile der Stadt Salzburg – insbesondere entlang der stark frequentierten Alpenstraße – im Dunkeln.
  • Weitere Problemzonen: Auch im Bereich des Wiestals sowie in weiteren Abschnitten von Anif und Elsbethen fiel der Strom vorübergehend aus.
  • Tausende Betroffene: In der akuten Anfangsphase waren mehrere tausend Haushalte zeitgleich ohne Strom, ehe die Netztechniker der Salzburg AG die Versorgung dort nach wenigen Minuten wiederherstellen konnten.

Die Einsatzkräfte der Salzburg AG bleiben weiterhin im Dauereinsatz, um die verbleibenden Störstellen zu reparieren und die beschädigte Trafostation wieder verlässlich ans Netz zu bringen.

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