Die Bauernregel "Warmer Sankt Albin bringt fürwahr stets einen kalten Januar" verknüpft das Wetter am Namenstag des heiligen Albin – dem 26. Oktober (gleichzeitig Österreichs Nationalfeiertag) – mit den Aussichten für den darauffolgenden Winter.
So wird das Wetter am Nationalfeiertag
Wie wird also das Wetter morgen? Am Montag startet die neue Woche mit wechselhaftem Herbstwetter in Österreich. Der Feiertag beginnt an der Alpennordseite sowie im Norden mit hartnäckigen Wolkenresten, die bei einer Schneefallgrenze zwischen 1.200 und 1.700 Metern Seehöhe auch Regen und Regenschauer bringen. Überall sonst scheint die Sonne, wie "Geosphere Austria" am Sonntag ankündigte. Lediglich im Osten können um die Mittagszeit vorübergehend mehr Wolken auftauchen.
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Wind und Temperaturen
Der Wind weht am Montag von Oberösterreich ostwärts mäßig bis lebhaft, im Bergland stark aus West bis Nordwest. Erst gegen Abend lässt er deutlich nach. In der Früh werden null bis neun Grad erwartet, während die Tageshöchsttemperaturen zehn bis 16 Grad erreichen.
Das Ergebnis ist zweigeteilt
Würde man die Bauernregel also anwenden, würde das bedeuten:
- Der Osten & Süden (Burgenland, Wien, Steiermark, Teile Kärntens und Niederösterreichs): Da diese Regionen mit bis zu 15–16 °C die mildesten Werte verzeichnen, besagt die Bauernregel hier einen ausgesprochen eisigen Jänner mit Dauerfrost voraus.
- Der Westen & Norden (Tirol, Salzburg, OÖ, Vorarlberg): Mit kühleren Höchstwerten (10 bis 13 °C) und Wolken greift die Regel nicht als "Wärmewarnung". Der Jänner müsste dort folglich mild verlaufen.
Was taugen Weisheiten?
Bauernregeln stützen sich auf überlieferte Wetterbeobachtungen und historische Erfahrungswerte aus der Landwirtschaft. Früher dienten sie den Menschen als Orientierung für die Feldarbeit und die kommenden Wochen. Aus heutiger meteorologischer Sicht lässt sich daraus jedoch keine verlässliche Jännerprognose ableiten, da das Wetter an einem einzelnen Oktobertag keine belastbare Vorhersage für die nächsten Monate erlaubt.
Brauchtum und Geschichte
Der 26. Oktober ist der Namenstag des Angelsachsen Albin von Buraburg aus dem frühen sechsten Jahrhundert. Als Missionar begleitete er den heiligen Bonifatius nach Hessen und wurde dort erster Bischof der Diözese Buraburg nahe Fritzlar.
Gleichzeitig feiert Österreich an diesem Datum seit 1965 jährlich den Nationalfeiertag, zur Erinnerung an den Beschluss des Neutralitätsgesetzes durch den Nationalrat im Jahr 1955.
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