Bluttat in Kärnten

Axt-Mord: Eskalation nach Handy-Telefonat

Links ein gelbes Wohnhaus mit parkenden Autos, rechts ein verpixeltes Porträt eines Mannes.
© Facebook, Google Maps
Während das Begräbnis für den mutmaßlichen Axt-Killer von Friesach bereits feststeht, ist das Opfer - nachdem eine Obduktion angeordnet wurde - noch nicht zur Beerdigung freigegeben.
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Ktn. Nach der Bluttat in Friesach im Bezirk St. Veit an der Glan, bei der ein 27-jähriger Konditormeister seine Ex-Lebensgefährtin und zweifache Mutter mit einer Axt verletzt und deren neuen Freund, einen E-Kfz-Mechaniker, getötet hat, sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft noch nicht abgeschlossen. Um das Geschehen nachvollziehen zu können, wurde eine Obduktion des Opfers angeordnet. Der Angreifer - der nach der nächtlichen Attacke mit dem Auto Selbstmord begangen hat - wird indes bereits kommenden Mittwoch zu Grabe getragen.

Der im Internet aufliegende Partezettel für den jungen Kärntner - der mit seiner Ex und den beiden Kindern so gern eine Bio-Landwirtschaft aufgebaut hätte, ehe es zur Trennung kam und die 30-Jährige mit einem anderen zusammenzog - zeigt, wie fassungslos und ratlos alle sind, dass der 27-Jährige derart final ausgezuckt ist und den Widersacher aus Eifersucht und Wut mit der Axt erschlagen hat. Angeblich hatten die beiden am Tag davor miteinander telefoniert, wobei es schon am Handy zur Eskalation gekommen sein soll, weil der Zuckerbäcker daraufhin plötzlich und unangekündigt vom Arbeitsplatz abrauschte.

Mehrstöckiges Wohnhaus mit geparkten Autos und eingezoomtem Bildausschnitt eines Messers.
Angreifer kam mitten in der Nacht, um in der ruhigen Wohngegend ein Blutabd anzurichten. © Google

Alle komplett ratlos

Was bei dem Telefonat zur Sprache gekommen war, ist unklar. Auf der Parte des mutmaßlichen Täters heißt es nur: "Es gibt Momente, die uns den Boden unter den Füßen wegziehen. Momente, die so schmerzhaft sind, dass Worte nicht ausreichen, das Unfassbare zu beschreiben. Manche Dinge können wir nicht verstehen und niemals erklären." Trotzdem würden sie ihn "für immer lieben".

Mit Zweitschlüssel in Wohnung gelangt

Der 27-Jährige war in der Nacht auf Dienstag mit einem Schlüssel, den er noch hatte, in die Wohnung seiner ehemaligen Lebensgefährtin gelangt. Als die 30-Jährige wach wurde und nachschauen ging, attackierte sie der 27-Jährige sofort mit einer Axt. Sie konnte sich schwer verletzt retten und die Polizei verständigen. Währenddessen wurde auch ihr neuer Lebensgefährte (29) von dem Eindringling mit der Axt attackiert und getötet. Danach raste der 27-Jährige mit dem Auto der Frau über die S37 in Richtung Klagenfurt, wo er auf Höhe St. Veit bei einem Verkehrsunfall Suizid beging.

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