Immobiliendeal
700 Millionen für "Wien Mitte": ÖBB vor historischem Rekord-Kauf
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) stehen laut einem Bericht der Tageszeitung "Die Presse" kurz davor, den Shopping- und Bürokomplex Wien Mitte zu übernehmen. Der Kaufpreis für die Immobilie im dritten Wiener Gemeindebezirk soll sich auf 600 bis 700 Millionen Euro belaufen. Eine offizielle Bestätigung für den Deal gibt es seitens der ÖBB bisher nicht. Es wäre die teuerste Immobilientransaktion in der Geschichte der Bundeshauptstadt.
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Derzeit führe eine Investorengruppe rund um Morgan Stanley Estate Investing, die das Gebäude 2015 erworben hatte, Verhandlungen mit der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH, heißt es in dem Zeitungsbericht. Der Deal befindet sich demnach kurz vor dem Abschluss. Ein Sprecher der ÖBB erklärte gegenüber der "Presse": "Zu konkreten Verfahren oder Marktgerüchten äußern wir uns grundsätzlich nicht." Das staatliche Unternehmen teilte jedoch mit, man prüfe "laufend den gezielten Ankauf betriebskritischer und unternehmensnotwendiger Immobilien", insbesondere dort, wo "Objekte und Grundstücke entlang des bestehenden bzw. geplanten Bahnnetzes strategisches Potenzial haben".
Mit der 2014 eröffneten "BahnhofCity Wien Hauptbahnhof" betreiben die Bundesbahnen bereits ein ähnliches Konzept, das als Vorbild für die neuen Pläne dienen soll. Das Zentrum Wien Mitte, das unter anderem das Finanzamt sowie H&M, Spar und Müller beheimatet, verfügt über 28.000 Quadratmeter Verkaufs- und 63.000 Quadratmeter Bürofläche. Die jährlichen Mieteinnahmen des Gebäudekomplexes liegen zwischen 30 und 50 Millionen Euro. Bisher galt der Verkauf des Bürokomplexes Icon Vienna am Wiener Hauptbahnhof für 500 Mio. Euro als teuerster Immobiliendeal Wiens.
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