Linz
Zwei Jahre Haft für Alko-Geisterfahrer
Nach einer Geisterfahrt Ende Juli mit zwei Toten auf der Westautobahn (A1) in Oberösterreich hat der damals stark alkoholisierte Unfalllenker am Dienstag in Linz 24 Monate ausgefasst - acht davon unbedingt. Das Urteil gegen den 55-Jährigen ist noch nicht rechtskräftig: Sowohl der Verteidiger als auch der Staatsanwalt gaben keine Erklärung ab.
Falsch aufgefahren
Am 30. Juli war der Landwirt aus dem Bezirk Gmunden falsch auf die A1 aufgefahren und hatte kurz vor 2.30 Uhr in Eggendorf im Traunkreis (Bezirk Linz-Land) die folgenschwere Frontalkollision verursacht: Für ein neunjähriges Mädchen und seinen 20-jähriger Bruder, die mit ihrem Eltern in einem Auto aus Wehr (Baden-Württemberg) auf dem Weg in den Urlaub waren, kam jede Hilfe zu spät. Ihr 47-jähriger Vater, der den Wagen gelenkt hatte, erlitt leichte Verletzungen, seine 39-jährige Frau und der Verursacher schwer. Die Unfallstelle glich einem "Schlachtfeld", die beiden Autos waren "ein einziger Blechhaufen", so der Vorsitzende im Prozess im Landesgericht.
Alkofahrt
Die Ermittlungen ergaben, dass der Angeklagte, der sich nach der ersten Einvernahme nur mehr in Bruchteilen an die Geisterfahrt erinnern konnte, 1,4 Promille Alkohol im Blut hatte. Er soll zunächst zwei Halbe Bier und vier Spritzer Wein und später noch Sekt konsumiert haben. Normalerweise trinke er nur kleine Mengen, erklärte der Beschuldigte vor Gericht. Der Richter verwies darauf, dass der 55-Jährige schon früher einmal betrunken am Steuer erwischt wurde. Hätte er daraus gelernt, "wären die zwei Kinder heute noch am Leben".
Schwerer Geisterfahrer-Crash auf der A1
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Das Video vom Unfall:
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