Ökonomen warnen
Jetzt kommt die Corona-Inflation
Experten wie Philoro-Chef Rudolf Brenner sagen: „Die Lebenshaltungskosten sind extrem stark angestiegen. So wurde etwa Rindfleisch allein im Mai um 30 Prozent teurer“. Er geht deshalb davon aus, dass wir im zweiten Halbjahr eine Inflationsrate von über vier Prozent haben werden.
Preisaufschlag. Ähnlich argumentiert Carsten Brzeski, Chefvolkswirt des Finanzkonzerns ING: „Mit dem absehbaren Ende des Corona-Lockdowns müssen wir uns auf eine Party-Inflation einstellen“, beschreibt er:
„Alle Unternehmen werden schließlich durch die Verluste in den vergangenen Monaten Preisaufschläge verlangen. Friseure, Restaurants und auch Bauherren werden spürbar teurer werden“, sagt Brzeski. Das hat letztendlich Folgen für den Verbraucher. Auch er rechnet mit einer Inflationsrate von drei bis vier Prozent.
Kosten. Schon jetzt ist der Preisanstieg für Wohnung, Wasser, Energie extrem spürbar: Plus 2,9 %,Prozent, so rechnen die Experten von Statistik Austria vor.
Das Preisniveau des „Miniwarenkorbs“, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet, stieg im Jahresabstand um 3,7 Prozent. Mieten gingen um 5,3 Prozent rauf. Die Haushaltsenergie verteuerte sich durchschnittlich um 3,5 Prozent.
Interview mit "Philoro"-Geschäftsführer Rudolf Brenner
ÖSTERREICH: Alles wird teurer, warum?
Rudolf Brenner: Es hat sich viel Kaufkraft und Inflation aufgestaut, weil die Leute während des Lockdowns nicht so aktiv sein konnten. Die Lebenshaltungskosten sind stark angestiegen. So ist allein der Preis für Rindfleisch im Mai um 30 Prozent nach oben gegangen. Auch in der Bauwirtschaft ist ein extremer Preisanstieg zu verzeichnen.
ÖSTERREICH: „Party-Inflation“ ist der neue Begriff – Preisaufschläge auf Alltagsprodukte. Gibt’s das auch bei uns?
Brenner: Ja. Restaurants, Flugpreise, Hotels, alles wird teurer werden. Weil die Verluste aufgeholt werden müssen. Ich rechne mit einer Inflation von 3 bis 4 Prozent in diesem Jahr.
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